Riesensaal im Dresdner Schloss vor der Vollendung

Den ehemaligen Festsaal des Schlosses nutzen künftig die Staatlichen Kunstsammlungen als Rüstkammer. Im September beginnt das Einräumen. Die Eröffnung ist für Februar geplant. +++

Das Residenzschloss ist Dresdens Dauerbaustelle. Ein Ende ist nicht in Sicht, über 270 Millionen Euro sind schon hinein geflossen. Sachsens Finanzminister Georg Unland freut sich nun zumindest auf die Fertigstellung eines wichtigen Bauabschnitts. Der Riesensaal steht kurz vor der Vollendung.
 
Den ehemaligen Festsaal des Schlosses nutzen künftig die Staatlichen Kunstsammlungen als Rüstkammer. Im September beginnt das Einräumen. Die Eröffnung ist für Februar geplant. Architekt Peter Kulka gab dem Saal eine moderne Anmutung.

Interview im Video mit Georg Unland (CDU), Finanzminister Sachsen

Ursprünglich war das Ende der Schlossrestaurierung für 2013 geplant. Der Termin ist längst in weite Ferne gerückt und könnte sich jetzt noch weiter verzögern. Im Dresdner Zwinger wurden starke Schäden durch Schimmelbildung entdeckt, die jetzt dringend saniert werden müssen. Das dafür benötigte Geld will der Finanzminister beim Schlossbau abzweigen.

Für dieses Jahr stehen rund sechs Millionen Euro bereit.

Damit wird zum Beispiel auch der Einbau des Schlingrippengewölbes in der ehemaligen Schlosskapelle finanziert. Dort, wo jetzt Bauarbeiter stehen, öffnet sich Besuchern später ein weiter Blick. Die spätgotische Gewölbetechnik hatte 400 Jahre niemand mehr angewendet. Die Handwerker mussten sich das alles erst wieder aneignen.

Interview im Video mit Georg Unland (CDU), Finanzminister Sachsen

Auch sonst geht die Arbeit am Schloss nicht aus. Im Innenhof soll ab Herbst die letzte Wand mit Sgraffiti bedeckt werden. Die Vorbereitungen für diesen für die Renaissance typischen Kratzputz sind abgeschlossen. Bis zum Frühjahr sollen die Figuren auf die Schlosswand gebracht werden.

Im kommenden Jahr soll dann der Altan in Angriff genommen werden.

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