Rissa begeistert mit ihren farbenfrohen Werken

Chemnitz- Gesellschaftskritisch, ausdrucksstark und farbenfroh – aktuell präsentieren die Kunstsammlungen Chemnitz außergewöhnliche Werke.

Der Künstlername „Rissa“ ist vielen wahrscheinlich bislang kein Begriff. Dahinter verbirgt sich die in Rabenstein geborene Künstlerin Karin Götz, geborene Martin, die sich insbesondere als Professorin an der Kunstakademie in Düsseldorf einen Namen gemacht hat. Allerdings unterrichtete sie nicht nur. Das Ergebnis sehen Interessierte aktuell in den Kunstsammlungen.

Die Künstlerin war zunächst Schülerin von Karl Otto Götz, später heirateten die beiden. Allerdings stand Rissa immer im Schatten ihres Mannes, der einer der Hauptvertreter der abstrakten Kunst und des Informel in Deutschland war. Sie selbst empfand es jedoch nie so.

Was Rissa auszeichnet, sind besonders ihre Bescheidenheit und ihre erfrischend ehrliche Art, die sich auch in ihren Werken widerspiegelt. Gepaart mit einer außergewöhnlichen Malweise und einer besonderen Strahlkraft unterscheiden sich ihre Bilder jedoch deutlich von denen ihres Mannes.

Eher einem Zufall ist es zu verdanken, dass nun insgesamt 30 ihrer Bilder in den Kunstsammlungen zu sehen sind. Denn ihre Bilder bekamen in der Zeit, in der sie liebevoll ihren Mann pflegte, nur wenige zu Gesicht.

Wer jetzt neugierig geworden ist, hat noch bis zum 16. September Zeit, sich die tiefsinnigen Bilder von Rissa in den Kunstsammlungen Chemnitz anzusehen.