Rochlitzer Porphyr für Leipziger Propsteikirche

In Leipzig entsteht in den kommenden Jahren der größte Kirchenneubau im Osten seit der Wende. Die neue Propsteikirche gegenüber dem Neuen Rathaus wird Anlaufstelle für die rund 4.000 Mitglieder der katholischen St. Trinitatisgemeinde. Gebaut wird das Gotteshaus unter anderem aus einem Stein, der schon in vielen bedeutenden Bauwerken Verwendung fand – dem Rochlitzer Porphyr.

Ortstermin im Porphyrbruch Rochlitz. Die Architekten Benedikt und Ansgar Schulz sowie der Propst der Leipziger Trinitatisgemeinde schauen sich an, wie ihre neue Kirche künftig von außen aussehen wird. Rot nämlich – porphyrrot. Denn das außergewöhnliche Material ist genau richtig für die Fassade der künftigen Propsteikirche.

Interview: Propst Lothar Vierhock – Kathol. Propsteigemeinde St. Trinitatis

Seit dem Jahr 900 wurde der Rochlitzer Porphyr in unzähligen wichtigen Bauwerken verarbeitet. Auch am Alten Rathaus von Leipzig findet sich das Gestein. Doch einen Auftrag in dieser Größenordnung – eine ganze Kirche – den hat es in dem Betrieb seit Jahrhunderten nicht mehr gegeben.

Interview: Klaus Kalenborn – Geschäftsführer Rochlitzer Porphyrbrüche

Der Rochlitzer Porphyr ist ein Vulkangestein, dass es so kein zweites Mal auf der Welt gibt. Es ist porös, leicht zu bearbeiten, aber fest genug, um es als Baustoff zu verwenden. Jetzt musste nur noch geklärt werden, ob der Stein auch in ausreichender Menge zur Verfügung steht – und das tut er. 1.000 Tonnen Porphyr wird die Fassade der Kirche verschlingen.

Interview: Klaus Kalenborn – Geschäftsführer Rochlitzer Porphyrbrüche

5.000 Quadratmeter groß ist die Fassade der Kirche und so wird sie einmal aussehen. Gegen 18 internationale Konkurrenten hat sich das Leipziger Architekturbüro schulz&schulz mit seinem Entwurf durchgesetzt. Ein hochmoderner Bau, der die alte baufällige Kirche am Rosental ersetzt.

Interview: Propst Lothar Vierhock – Kathol. Propsteigemeinde St. Trinitatis

Im kommenden Frühjahr wird der erste Spatenstich für die Propsteikirche erfolgen. Spätestens dann laufen auch im Rochlitzer Porphyrbruch die Arbeiten auf Hochtouren. Um den Stein zu gewinnen, der der Leipziger Kirche ihr Gesicht gibt.