Rößler stellt sich hinter Wulff

Dresden (dapd-lsc). Trotz anhaltender Kritik hat der Präsident des Sächsischen Landtags, Matthias Rößler, Bundespräsident Christian Wulff den Rücken gestärkt.

„Es ist ganz entscheidend, dass unser politisches System stabil ist und daran hat der Bundespräsident auch seinen Anteil“, sagte Rößler am Dienstag auf dapd-Anfrage. Der Bundespräsident sei in Deutschland ein wichtiges Verfassungsorgan, betonte der CDU-Politiker, der als Vorsitzender der Konferenz der Landtagspräsidenten aller Bundesländer für Donnerstag zum Neujahrsempfang Wulffs in Berlin eingeladen ist.

„Ich hoffe auf viel Normalität bei dem Empfang.“ Er rechne damit, dass Wulff die Dinge so darstellen werde, wie das notwendig sei und wünsche dafür viel Erfolg, sagte Rößler. Wulff steht seit Wochen wegen eines umstrittenen Privatkredits über 500.000 Euro in der Kritik. Zusätzlich unter Druck geriet der Bundespräsident, weil er versucht hatte, einen kritischen Bericht der „Bild“-Zeitung über den Kredit zu unterbinden.

Zum Empfang am Donnerstag (12. Januar) erwartet der Bundespräsident 250 Gäste, darunter auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und zahlreiche Ministerpräsidenten. Rößler nimmt an dem Empfang zum ersten Mal teil, weil er den jährlich wechselnden Vorsitz der Landtagspräsidenten-Konferenz innehat.

dapd