Rosenthal: „Leipzig ist auf neues Hochwasser vorbereitet“ – Deichsicherung durch Kahlschlag

So hoch wie zu Beginn des Jahres waren die Pegelstände an Leipzigs Flüssen lange Zeit nicht mehr. Zum Schutz der Bevölkerung mussten Sandsäcke gestapelt und bewaldete Deichränder gerodet werden. Das Betreten der Deiche selbst war für Zivilisten strengstens verboten. Doch wie sieht es heute, zwei Wochen nach den Ereignissen, an Leipzigs Flussläufen aus?

Für unsere Stadt begann das Jahr 2011 mit jeder Menge Arbeit. Das Dezernat III – Umwelt, Ordnung, Sport – und die Hochwasserprofis der Landestalsperrenverwaltung, sowie Bundeswehr, THW und freiwillige Feuerwehren hatten alle Hände voll zu tun, um den steigenden Wasserständen entgegen zu wirken.

Sandsäcke wurden gestapelt, durchlässige Deiche ausgebessert – ja sogar Bäume gefällt – bis der Schnee geschmolzen war und sich die Lage – regenfrei – endlich entspannte.

Seither ist einige Zeit vergangen. Die Pegel sind gesunken. Für die Stadt Leipzig ist das jedoch kein Grund, um nachlässig zu werden.

Telefoninterview mit Heiko Rosenthal – Umweltbürgermeister der Stadt Leipzig

Die Schutzmaßnahmen laufen also weiter. Erst gestern gab die Stadt ihr OK für die von der Talsperrenverwaltung beantragten Baumfällungen. Trotz heftiger Kritik aus Teilen der Bevölkerung sieht das Umweltamt diese Maßnahmen als notwendig an.

Telefoninterview mit Heiko Rosenthal – Umweltbürgermeister der Stadt Leipzig

Die in den Warnstufen zwei und drei gesperrten Deiche dürfen seit einigen Tagen im Übrigen wieder betreten werden. Dass dies auch so bleibt, konnte Bürgermeister Rosenthal heute jedoch nicht versichern – immerhin soll das Wetter wieder schlechter werden.

Telefoninterview mit Heiko Rosenthal – Umweltbürgermeister der Stadt Leipzig

Die Hochwasserhelfer von Feuerwehr und TSV sind auch weiterhin in Alarmbereitschaft. Für den Fall eines erneuten Wasseranstiegs will man zumindest besser vorbereitet sein und demnach auch besser koordinieren können.