Roßbergs Revision gescheitert

Bewährungsstrafe rechtskräftig

Dresden (ddp-lsc).
Das Urteil gegen den früheren Dresdner Oberbürgermeister Ingolf Roßberg (FDP) ist rechtskräftig. Der Bundesgerichtshof (BGH) habe Roßbergs Revision als offensichtlich unbegründet verworfen, sagte der Sprecher der Dresdner Staatsanwaltschaft, Christian Avenarius, den «Dresdner Neuesten Nachrichten» (Donnerstagausgabe) laut Vorabbericht. Roßberg war im Juni 2008 wegen Beihilfe zum Bankrott zu sieben Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden. Der 47-Jährige fand das Urteil zu hart und legte deshalb Revision ein. Nach Auffassung des Landgerichts Dresden hatte Roßberg daran mitgewirkt, dass der frühere Fluthilfekoordinator der Landeshauptstadt, Rainer Sehm, nach seiner Privatinsolvenz seinen Gläubigern unrechtmäßig 50 000 Euro vorenthielt. Mit der Entscheidung waren die Richter deutlich unter dem im September 2006 verhängten Strafmaß aus erster Instanz geblieben. Damals war Roßberg von einer anderen Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichts wegen Untreue und Beihilfe zum Bankrott zu 14 Monaten auf Bewährung verurteilt worden. Der BGH hatte den Fall jedoch im August 2007 wegen «durchgreifender Rechtsfehler» im Urteil wieder an das Landgericht zurückverwiesen. Im wiederaufgerollten Prozess wurde das Verfahren wegen Untreue gleich am ersten Verhandlungstag eingestellt.

(ddp)

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