Rotes Wunder in Rabenstein soll bald saniert werden

Chemnitz- Das Rabensteiner Viadukt soll schon bald umfangreich, in Millionenhöhe, saniert werden.

Möglich machen sollen das Geldmittel aus dem Parteivermögen der ehemaligen Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands, der DDR. Mit den Mitteln sollen vor allem die Trägerteile der Brücke erneuert werden. Diese wurden seit dem Abschluss des Baus im Jahr 1897 zwar immer wieder auf ihre Standhaftigkeit kontrolliert, aber niemals saniert.

Der Bau des Viaduktes, sowie der gesamten Strecke, ist laut Gottfried Reuther eine bauliche Meisterleistung. Denn innerhalb von 2 Jahren wurde nicht nur die Brücke, sondern die komplette Strecke errichtet. In der heutigen Zeit kaum vorstellbar.

Von 1897 bis 1950 diente die Brücke als Verbindungsstück der Eisenbahnstrecke von Limbach nach Wüstenbrand. Danach demontierte man die Gleise und die Brücke blieb vorerst ungenutzt. Im Jahre 1985 wurde das Viadukt unter Denkmalschutz gestellt und ein Betonbelag verlegt. Seitdem fungiert die Brücke als Panoramawanderweg, von welchem man eine wunderbare Fernsicht über Chemnitz bis zum Kamm des Erzgebirge hat.

Die Unabhängige Bürgerinitiative Rabenstein kämpft seit mittlerweile 20 Jahren um den Erhalt der Brücke. Erst 2008 hatte die Initiative bei der Stadt Gehör gefunden und es wurde ein erstes Konzept, dass mehrere tausend Euro kostete entwickelt. 3 Jahre später wurde jedoch nur ein Teil des Planes umgesetzt.

Jetzt 2018 gibt es ein weiteres neues Konzept. Bei diesem hofft vor allem die Initiative, dass die Umsetzung diesmal endgültig klappt.