Rückgang der Steuereinnahmen der sächsischen Kommunen hat sich verstärkt

In den ersten drei Quartalen flossen Netto-Steuereinnahmen in Höhe von 1.568 Millionen Euro in die Kassen der sächsischen Kommunen.

Berichten des Statistischen Landesamtes zufolge entspricht das einem Rückgang im Vergleich zum Vorjahr um 9,8 Prozent. Allein die Gewerbesteuereinnahmen, die mit 773 Millionen € fast die Hälfte der kommunalen Steuereinnahmen ausmachen, sanken um 123 Millionen € bzw. 13,8 Prozent. Im ersten Halbjahr hatte der Rückgang noch bei 5,4 Prozent gelegen. Am stärksten betroffen waren die kreisangehörigen Gemeinden. Sie verzeichneten gegenüber dem Vorjahreszeitraum Mindereinnahmen aus Gewerbesteuern in Höhe von 107 Millionen € (19,7 Prozent). So war im Vogtlandkreis sogar ein durchschnittlicher Rückgang um 39,3 Prozent zu verzeichnen. Nur in reichlich einem Drittel aller Gemeinden sind die Gewerbesteuereinnahmen nicht unter das Vorjahresniveau gefallen. Bei den Kreisfreien Städten insgesamt, die im Halbjahr noch ein Wachstum auswiesen, sind nunmehr ebenfalls Einbußen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum aufgetreten und zwar in Höhe von 16 Millionen € (4,6 Prozent). Alleiniger Verursacher dieser Entwicklung ist die Stadt Dresden mit 23 Millionen € Mindereinnahmen.

Mehr Informationen erteilt das Statistische Landesamt Sachsen.