Rund 100 000 Gänse kommen von zur Weihnachtszeit sächsischen Höfen

„Mancher gibt sich viele Müh‘ mit dem lieben Federvieh…“ – so beginnt der erste Streich von Max und Moritz bei Wilhelm Busch. Und so lautet auch das Motto der ca. 300 Gänse haltenden Betriebe und Direktvermarkter in Sachsen. Bis zum Weihnachtsfest werden sie etwa 100 000 Gänse für den Festbraten bereitgestellt haben.

„Unsere heimischen Weidemastgänse mit einem halben Jahr Weidehaltung haben dunkles, zartes Fleisch und weniger Fett als Hafer- oder Intensivmastgänse.“ sagt Agrarminister Frank Kupfer. „Traditionell mit Äpfeln und Backpflaumen gefüllt geben sie einfach einen durch und durch köstlichen Weihnachtsbraten“, schwärmt der Minister. Auch wenn sie etwas teurer sind als die Frostware aus den Supermärkten, so zahle sich das geschmacklich auf jeden Fall aus.

In vier der sieben sächsischen Geflügelbrütereien werden Gänseküken erbrütet. Rund 323 000 Gänseküken (Gössel) schlüpften in diesem Jahr. Das ist ungefähr ein Drittel aller in Deutschland erbrüteten Gössel. Dennoch liegt der Selbstversorgungsgrad mit Gänsefleisch in Deutschland nur bei 10 bis 15 Prozent. Der Großteil der verkauften Gänse kommt noch immer als Tiefkühlkost aus Ungarn und Polen.

Gänsefleisch ist ein reines Saisonprodukt. Es wird fast ausschließlich zwischen St. Martin und Weihnachten nachgefragt. Beim Kauf hat der Kunde die Wahl zwischen Schnellmastgans (9 Wochen Mast ohne Weidehaltung), Intensiv- bzw. Mittelmastgans (15 Wochen Mast, begrenzter Auslauf) und der in Sachsen üblichen Weidemastgans (28-32 Wochen Mast, mit Weidehaltung). Die sächsischen Gänse wiegen durchschnittlich 7 Kilogramm.