Rund 5900 “Abtreibungen“ im Jahr in Sachsen

“Die Anzahl der Schwangerschaftsabbrüche ist erneut gesunken“, sagte Familienministerin Christine Clauß am Freitag in Dresden. +++

Schwangerschaftsabbrüche in 2010 sinkend, aber noch zu hoch„ Die Anzahl der Schwangerschaftsabbrüche ist auch im Jahr 2010 weiter gesunken“, sagte Familienministerin Christine Clauß heute in Dresden. Dies sei einerseits ein positives Ergebnis, welches nicht zuletzt auf die kompetente Arbeit der Fachberatungskräfte in den insgesamt 72 Schwangerschaft(konflikt)beratungsstellen zurückzuführen ist.

»Andererseits ist die Anzahl der Abbrüche insgesamt viel zu hoch«, äußert sich die Ministerin besorgt. Umso wichtiger sei es, Schwangere zu beraten, zu begleiten, ihnen die zahlreichen Unterstützungsangebote aufzuzeigen und erforderliche Hilfestellungen zu geben. Eine Reduzierung der Beratungskapazität, die derzeit auf Bundesebene diskutiert wird, kann daher von Sachsen nicht unterstützt werden. In allen Beratungsstellen im Freistaat erhalten Ratsuchende umfassende Beratungen zu Fragen rund um eine Schwangerschaft einschließlich Beratungen zu finanziellen Hilfsmöglichkeiten. Die Inanspruchnahme der Beratungsstellen hat steigende Tendenz.
 
Seit dem Jahr 2005 hat sich die Anzahl der vorgenommenen Abbrüche von 6.624 auf 5.884 reduziert. Ca. 97 Prozent der gemeldeten Schwangerschaftsabbrüche wurden nach der Beratungsregelung vorgenommen. Medizinische und kriminologische Indikationen waren in ca. 3 Prozent der Fälle die Begründung für den Abbruch.

Die Anzahl der Abbrüche bei Mädchen im Alter unter 18 Jahre ist ebenfalls in den letzten Jahren weiter gesunken. Mit einem Anteil von 3,3 Prozent liegt Sachsen unter dem Bundesdurchschnitt von 4,1 Prozent. Schwangere erhalten im Freistaat Sachsen Hilfe und Unterstützung, um Abtreibungen zu verhindern. »Ich möchte nochmals dringlich auf die vielfältigen Hilfsangebote hinweisen und alle Frauen ermutigen, diese im Bedarfsfall zu nutzen«, appelliert Christine Clauß.

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