Rusalka feiert Premiere an der Oper Leipzig

Leipzig – Sie ist eine der schönsten Arien der Opernwelt. Das Lied an den Mond. Gesungen von der Nixe Rusalka, die getrieben ist von der Sehnsucht nach einer anderen Welt. Inspiriert von slawischen Mythen, Märchen und Sagen haben Antonin Dvořák und sein Librettist Jaroslav Kvapil mit „Rusalka“ 1901 eine Oper geschaffen, die heute zu den bekanntesten tschechischen Opern zählt.  Nun feiert sie in Leipzig Premiere. Regisseur Michiel Dijkema, der gleichzeitig auch das Bühnenbild schuf, erzählt die tragische Geschichte der kleinen Seejungfrau aus der Sicht der Naturgeister.

Rusalkas Sehnsucht nach einer menschlichen Seele ist so groß, dass sie alle Warnungen in den Wind schlägt und sich von der Hexe in einen Menschen verwandeln lässt. Doch der Preis, den sie dafür bezahlen muss, ist hoch. Die ukrainische Sopranistin Olena Tokar singt erstmals die Titelpartie. Für sie eine absolute Traumrolle.
Rusalka ist ein Märchen für Erwachsene. Glück und Unglück liegen dicht beieinander. Vielleicht berührt uns die Geschichte der unglücklichen Liebe deshalb auf eine besondere Art und Weise.
Auch der Komponist Dvořák, unermüdlich auf der Suche nach Inspiration, war sofort verzaubert von dem Libretto. Das spiegelt sich in seiner Musik wieder, die auch mehr als 100 Jahre nach ihrer Entstehung nichts von ihrer Magie verloren hat.
Rusalka feiert am 3. Dezember Premiere an der Oper Leipzig und ist danach noch vier weitere Male in der aktuellen Spielzeit zu sehen.