Russland wird Partnerland „denkmal“ 2012 in Leipzig

Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung und sein Moskauer Amtskollege Sergej Sobjanin eröffneten am Donnerstag in der russischen Hauptstadt die Fachmesse „denkmal Moskau“. Zu der dreitägigen Veranstaltung wurde zum ersten Mal eingeladen. +++

Auf der Messe präsentieren sich mehr als 60 Aussteller aus sechs Ländern mit ihren Angeboten in den Bereichen Denkmalschutz, Restaurierung und Museumstechnik.
Seminare, Vorträge und Diskussionsrunden mit namhaften russischen und internationalen Experten begleiten die Messe und sorgen für zusätzliche Anziehungskraft: Bereits vor Messebeginn haben sich Fachleute aus über zehn Ländern der GUS und Westeuropa als Besucher registrieren lassen.

Mit der „denkmal Moskau“ bringt die Leipziger Messe ein eigenes Thema auf den russischen Markt. Die Moskauer Veranstaltung basiert auf dem Erfolgskonzept der Fachmesse „denkmal“, die die Leipziger Messe seit 1994 alle zwei Jahre veranstaltet. Inzwischen gilt die Messe in der Fachwelt als Europas führender Treffpunkt.

„Allerdings ist die Messe in Moskau nicht einfach eine Kopie der Leipziger Veranstaltung“, betonte Markus Geisenberger, Geschäftsführer der Leipziger Messe, heute in der russischen Hauptstadt.
„In Moskau setzen wir andere Akzente. Die Umnutzung historischer Gebäude unter den Erfordernissen einer modernen Großstadt spielt hier eine weitaus größere Rolle als in Leipzig.“ , so Geißenberger weiter.

Nicht ohne Grund: Im Moment gehört dieses sensible Thema zu den meist diskutierten Fragen in der russischen Hauptstadt.
Die neue Moskauer Stadtregierung setzt neue Akzente und hat über weite Teile des historischen Zentrums einen Abriss- und Baustopp. „Vor diesem Hintergrund sind wir mit dem richtigen Produkt zur richtigen Zeit am rechten Ort“, fasst Geisenberger zusammen.