Sachsen als Reiseziel immer beliebter

Dresden (dapd-lsc). Sachsen wird als Reiseziel für Touristen immer beliebter.

2011 kamen vier Prozent mehr Gäste in den Freistaat als im Vorjahr, wie der Landestourismusverband Sachsen (LTV) am Donnerstag auf dapd-Anfrage mitteilte. Die Zahl der Übernachtungen stieg um 2,6 Prozent. Grundlage der Daten sind bislang die Statistiken der Monate Januar bis Oktober. In diesem Zeitraum wurden mehr als 5,5 Millionen Gäste und über 14,3 Millionen Übernachtungen registriert.

Den größten Zuwachs verzeichnete den Angaben zufolge Dresden: Sechs Prozent mehr Gäste entschieden sich im Vergleich zum Vorjahr für einen Besuch der Landeshauptstadt. Geholfen haben dabei auch Großereignisse mit bundesweiter Ausstrahlung wie der 33. Evangelische Kirchentag mit über 120.000 Teilnehmern, aber auch die Austragung von vier Vorrundenspielen der Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen. Auch Leipzig und Chemnitz hätten ihre Anziehungskraft mit einem Plus von je vier Prozent weiter erhöhen können, hieß es.

Neben den Großstädten gab es die größten Steigerungen bei der Besucherzahl in den Ferienregionen Oberlausitz-Niederschlesien (+5,3 Prozent) und Sächsische Schweiz (+4,7 Prozent).

Ein Plus von elf Prozent wurde landesweit bei den Ankünften ausländischer Gäste registriert. Die meisten Besucher kamen dabei weiterhin aus den USA, gefolgt von den Niederlanden, Österreich, der Schweiz und Großbritannien.

Trotz der guten Zahlen forderte der LTV für die kommenden Jahre eine „kontinuierliche Stärkung der sächsischen Tourismusbranche“. Laut Tourismusstrategie 2020 will Sachsen die Zahl der Übernachtungen mittelfristig auf jährlich 19 Millionen steigern.

„Diesem Ziel sind wir im vergangenen Jahr einen weiteren Schritt nähergekommen“, sagte LTV-Präsident Andreas Lämmel. Ziel der neuen Tourismusstrategie ist es, dass sich die Förderung von Ferienregionen künftig stärker an der Effizienz ihrer Strukturen orientieren soll.

Lämmel sagte: „Es ist noch Potenzial vorhanden, Sachsens Leistungs- und damit Wettbewerbsfähigkeit als Reiseziel zu erhöhen.“ Um dies zu erreichen, müssten vor allem die Zersplitterung in viele einzelne Tourismusorganisationen beendet und die Kräfte gebündelt werden. Die neuen Förderkriterien deckten sich mit diesen Ansprüchen, fügte der LTV-Präsident hinzu. Wichtig sei jedoch, nicht nur die Starken weiter zu stärken, sondern auch leistungsschwächere Regionen in ihrer Entwicklung zu begleiten und aufzubauen.

dapd

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