Sachsen arbeiten mehr als der Rest

Die Pro-Kopf-Arbeitszeit in Sachsen lag im letzten Jahr 81 Stunden über dem Bundesdurchschnitt.+++

Das durchschnittliche Arbeitspensum in Sachsen lag 2012 bei 1478 Stunden. Vergleicht man die geleisteten Stunden mit dem Jahr 2000, so zeigt sich hier eine deutliche Reduzierung der Arbeitszeit in Sachsen. Im Jahr 2000 lag die Pro-Kopf-Arbeitszeit bei 1 550 Stunden und damit knapp fünf Prozent über der vom Jahr 2012. Innerhalb Sachsens gab es zwischen den Branchen aber deutliche Unterschiede.

Mit 1 718 Stunden je Erwerbstätigen war das Baugewerbe 2012 der Bereich mit der längsten Arbeitszeit. Im Gegensatz dazu betrug die Arbeitszeit im Bereich Öffentliche und sonstige Dienstleister, Erziehung und Gesundheit nur 1 419 Stunden je Erwerbstätigen. Hauptursachen für die Unterschiede zwischen den Ländern bzw. Branchen waren neben der Wirtschaftsstruktur die unterschiedlichen tariflichen bzw. individuellen Arbeitszeiten sowie die steigende Bedeutung von Teilzeitbeschäftigung und Minijobs.

Insgesamt haben die rund zwei Millionen Arbeitnehmer in Sachsen 2012 fast drei Millarden Stunden gearbeitet Das waren 0,3 Prozent bzw. neun Millionen Stunden weniger als im Vorjahr und rund fünf Prozent bzw. reichlich 154 Millionen Stunden weniger als im Jahr 2000.