Sachsen arbeiten wieder länger

Gründe für die längere Arbeitszeit waren der Rückgang der Kurzarbeit sowie zwei Werktage mehr

Kamenz (dapd-lsc). In Sachsens Betrieben wird wieder länger gearbeitet. Die Arbeitszeit stieg im vergangenen Jahr um insgesamt 81 Millionen Stunden oder 2,9 Prozent im Vergleich zu 2009, wie das Statistische Landesamt am Montag in Kamenz mitteilte. Gründe seien der Rückgang der Kurzarbeit sowie zwei Werktage mehr. 2009 hatte die sinkende Zahl der Erwerbstätigen noch zu einem Minus von 3,1 Prozent im Vergleich zu 2008 geführt.

Die rund 1,95 Millionen Erwerbstätigen im Freistaat leisteten insgesamt rund 2,86 Milliarden Arbeitsstunden. Das waren durchschnittlich 1.464 Stunden pro Kopf, was einem Plus von 2,2 Prozent entspricht. Im verarbeitenden Gewerbe stieg die Arbeitszeit den Angaben zufolge besonders stark um fünf Prozent auf 1.552 Stunden pro Beschäftigtem.

Die durchschnittliche Arbeitszeit in Sachsen lag pro Beschäftigtem um 46 Stunden höher als im Bundesschnitt. In Westdeutschland wurde im Schnitt 1.408 Stunden gearbeitet, in Ostdeutschland 1.470 Stunden. Hauptursachen für die Unterschiede zwischen alten und neuen Ländern seien die verschiedenen Tarifbedingungen und Kurzarbeitszeiten.

dapd

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