Sachsen baut Wirtschaftskooperationen am Golf aus

Sachsen sucht einen stärkeren wirtschaftlichen und kulturellen Schulterschluss mit Abu Dhabi und Katar. Johannes Beermann, Chef der Sächsischen Staatskanzlei, reiste in dieser Woche mit einer Delegation aus Sachsen an den Persischen Golf, wurde am Mittwoch bekannt.

Dies soll der sächsischen Wirtschaft heute und morgen neue Chancen in der Region eröffnen. Neben wirtschaftlichen Kontakten wollen die drei Länder auch bei Kunst und Kultur engere Bande knüpfen.

Ein erstes Ergebnis der Reise könnte der Elbe Flugzeugwerke GmbH in Dresden zu Gute kommen: Dem Unternehmen winkt ein lukrativen Auftrag über den Umbau von zehn Airbussen des Typs 330 in Frachtflugzeuge,so die Sächsische Staatskanzlei. Bei einem Gespräch von Beermann mit dem Geschäftsführer der Qatar Airways Group, Akbar Al Baker, äußerte dieser „starkes Interesse“, dass der Staatsminister den Auftrag vermittelt. Akbar Al Baker zeigte sich auch an einer Kooperation mit dem Flughafen Leipzig/Halle im Logistik-Bereich interessiert.

Bei dem Besuch der sächsischen Delegation in Abu Dhabi wurden Einzelheiten zur Gründung eines Partnerschaftsausschusses von Sachsen und Abu Dhabi festgelegt. Johannes Beermann und Ibrahim Ajami, Generaldirektor des Staatsfonds ATIC, unterzeichneten hierzu eine Vereinbarung.

Der Partnerschaftsausschuss ist eine Plattform von Vertretern aus den verschiedensten Gesellschaftsbereichen in beiden Ländern. Damit werden gemeinsame Projekte in Wirtschaft, Forschung und Entwicklung, Wissenschaft und Bildung sowie Kunst und Kultur auf den Weg gebracht, um die Zusammenarbeit zu fördern.

Vor allem regenerative Energien und die Mikro-, Nano-, Solar- und Photoniktechnologie bieten Anknüpfungspunkte für Informationsaustausch, den Aufbau von Netzwerken und für gemeinsame Projekte.

„Sachsen hat starkes Interesse an einer Zusammenarbeit mit Abu Dhabi und Katar auf vielen Feldern“, erklärt Beermann. „Neben der Wirtschaft zählen dazu vor allem Verwaltung, Kultur, Kunst, Bildung, Forschung und Entwicklung“.