Sachsen Bergbau: Mülldeponie des Landes

Mehr als sieben Millionen Tonnen Abfälle wurden in Sachsen im Rahmen der Bergbaurekultivierung verfüllt, meldet am Montag das Statistikamt. +++

 

In Sachsen wurden 2013 insgesamt 146 übertägige Abbaustätten (Kohle, Sand, Kies, Kaolin) betrieben. In 115 dieser Standorte wurden im Rahmen der Bergbaurekultivierung 7,2 Millionen Tonnen Abfälle verfüllt. Gegenüber dem Vorjahr waren das 260 000 Tonnen mehr.

In 113 Abbaustätten wurden rund 5,1 Millionen Tonnen Bau- und Abbruchabfälle verfüllt. Dabei entfielen knapp 3,8 Millionen Tonnen auf Boden und Steine und rund 0,6 Millionen Tonnen auf Ziegel und Beton. Mit knapp 2,0 Millionen Tonnen waren Abfälle aus thermischen Prozessen (z. B. aus Kraftwerken und anderen Verbrennungsanlagen) die zweitgrößte Position unter den verfüllten Abfällen.

Wie bereits in den zurückliegenden Jahren wurde auch 2013 im Landkreis Görlitz die größte Abfallmenge (rund 2,4 Millionen Tonnen = 33,8 Prozent) verfüllt. Hier befinden sich 19 übertägige Abbaustätten. In den  Abbaustätten aller anderen sächsischen Landkreise wurden jeweils weniger als eine Million Tonnen Abfälle entsorgt. Die meisten Abbaustätten (31) werden im Landkreis Bautzen betrieben – darin wurden rund 877 000 Tonnen Abfälle abgelagert.

2013 wurde im untertägigen Bergbau kein Versatz bergbaufremder Abfälle vorgenommen. Seit 2010 wurden auch keine bergbaulichen Abfälle (naturbelassene Stoffe) mehr in den dafür vorgesehenen Einrichtungen entsorgt.

Quelle: Sächsisches Landesamt für Statistik