Sachsen bündelt Kräfte gegen Internetkriminalität

„Cyberbanditen werden es künftig deutlich schwerer haben ihre kriminellen Machenschaften umzusetzen“, so Landespolizeipräsident Rainer Kann. Mehr auf www.dresden-fernsehen.de +++

Landespolizeipräsident: „Cyberbanditen haben es schwerer.“ Landespolizeipräsident Rainer Kann hat am Dienstag im Landeskriminalamt den offiziellen Startschuss für das neue Kompetenzzentrum zur Bekämpfung der Internetkriminalität gegeben.

Landespolizeipräsident Rainer Kann: „Cyberbanditen werden es künftig deutlich schwerer haben ihre kriminellen Machenschaften umzusetzen.“ Mit dem so genannten CyberCrime Competence Center Sachsen (SN4C) will die sächsische Polizei auch weit verzweigte kriminelle Strukturen besser und zielgenauer aufdecken. Zu diesem Zweck arbeiten von nun an Kriminalisten und IT-Spezialisten in einem 67-köpfigen Team unter einem Dach zusammen. Neben der personellen Ausstattung steht den Ermittlern auch entsprechende Ausstattung in Form neuester Hard- und Software zur Verfügung. Das CyberCrime Competence Center bündelt CyberCrime-Ermittlungen und IT-Forensik (Auswertung sichergestellter Hard- und Software) in einer Organisation.

Landespolizeipräsident Rainer Kann: „Wer Cyberkriminalität bekämpfen will, kann dies nur mit Fachwissen und entsprechender Technik. Genau dafür brauchen wir SN4C.“ Aussagen der Polizeilichen Kriminalstatistik zufolge hat sich die Zahl der angezeigten Straftaten im und übers Internet in den letzten fünf Jahren nahezu verdoppelt. Allein in Sachsen wurden allein in 2013 insgesamt 2 295 Fälle von Cybercrime registriert. Bei Cybercrime geht es überwiegend um das Ausspähen von Daten (Phishing), um Cybermobbing, Computerbetrug aber auch das Hacking von Webservern. Zudem gewinnt der Einsatz von Schadsoftware (Trojaner) zunehmend an Bedeutung. Der „Cyberraum“ bietet hierbei eine unvorstellbare Vielzahl von Tatgelegenheiten. Die Täter bleiben zudem regelmäßig anonym, agieren schnell, oft arbeitsteilig und mit neuester Technologie.

Quelle: Sächsisches Staatsministerium des Innern