Sachsen finanziert mit 2,3 Millionen Euro Umschulungen zum Erzieher

Für 141 Umschüler beginnt aktuell der Weg aus der Arbeitslosigkeit hin zum Abschluss als staatlich anerkannte Erzieher. Die ersten zwei Umschulungsjahre werden über Bildungsgutscheine finanziert, das dritte Jahr durch Mittel des Freistaates. +++

In Sachsen liegt die Dauer der Ausbildung zum Erzieher bei drei Jahren. Diese Ausbildungszeit kann laut Sächsischer Fachschulordnung nicht verkürzt werden. In solchen Fällen braucht es eine rechtliche Regelung, z.B. des Landes, die eine Finanzierung des letzten Drittels der Umschulung außerhalb der Arbeitsförderung vorsieht. Weil es eine solche Regelung nicht gab, war es in Sachsen bisher nicht möglich, Menschen in den Erzieherberuf umzuschulen.  „Dank der neuen landesrechtlichen Regelung, die eine Kostenübernahme des letzten Ausbildungsjahres aus dem ESF sicherstellt, können ab diesem Jahr auf dem Arbeitsmarkt benötigte Erzieher ausgebildet werden. Für diese Frauen und Männer sind die Chancen auf eine Arbeit nach erfolgreichem Abschluss der Umschulung gut. Denn die Einstellungsbereitschaft  der Einrichtungen im Bereich der Kindererziehung bleibt auch künftig auf hohem Niveau“, sagte Dr. Klaus Schuberth, Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion Sachsen der Bundesagentur für Arbeit (BA). Ermöglicht wird die dreijährige Ausbildung an verschiedenen Fachschulen für Sozialwesen in Zusammenarbeit der Jobcenter bzw. Agenturen für Arbeit mit dem Landesprogramm „JobPerspektive Sachsen“. Die Finanzierung erfolgt aus Mitteln der Arbeitsverwaltung, des Europäischen Sozialfonds (ESF) und des Landes. Dabei werden die ersten beiden Umschulungsjahre über Bildungsgutscheine der Arbeitsverwaltung finanziert. Das Sächsische Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr (SMWA) fördert mit ca. 2,3 Millionen Euro aus ESF- und Landesmitteln das dritte Jahr der Umschulung zum staatlich anerkannten Erzieher sowie individuelle Unterstützungsleistungen während der gesamten dreijährigen Umschulung. Eine Fortsetzung des Angebotes wird es auch im kommenden Jahr geben. Die Vorauswahl geeigneter Teilnehmer erfolgt über die zuständigen Jobcenter oder Arbeitsagenturen.

Quelle: Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr

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