Sachsen fördert grenzübergreifende Zusammenarbeit

Der Freistaat Sachsen fördert auch in Zeiten knapper Kassen weiterhin Projekte zur grenzübergreifenden und interregionalen Zusammenarbeit und zur Förderung des Europagedankens.

Die Neufassung einer Richtlinie der Sächsischen Staatskanzlei und des Staatsministeriums der Justiz und für Europa wurde dazu noch vor dem Jahreswechsel unter Dach und Fach gebracht.
Bereits seit 1993 unterstützt Sachsen Projekte und Veranstaltungen finanziell, um den Europagedanken zu verbreiten und die Kooperationen zwischen den Nachbargemeinden im Grenzraum zur Republik Polen und der Tschechischen Republik zu stärken.

Da Sachsen ein Bundesland mit vielfältigen internationalen Verbindungen und partnerschaftlichen Beziehungen ist, hat die Förderung von Projekten der interregionalen Zusammenarbeit große Bedeutung.

„Ich freue mich sehr, dass der Freistaat Sachsen mit der überarbeiteten Richtlinie seine erfolgreiche Förderung der interregionalen und grenzübergreifenden Zusammenarbeit und des Europagedankens fortsetzen wird“, sagte Ministerpräsident Stanislaw Tillich. „Trotz der immer knapper werdenden Mittel ist es uns für die nächsten Jahre gelungen, die Weichen in Richtung einer nachhaltigen und erfolgreichen Förderung zu stellen“.

Die Richtlinie wird von den Antragstellern sehr geschätzt. Das zur Verfügung stehende jährliche Fördervolumen ist regelmäßig überzeichnet. Zwischen 2008 bis 2010 konnten bei einem Fördervolumen von rund 870.000 Euro insgesamt 585 Projekte gefördert werden.

Konkret erhalten Multiplikatoren der europapolitischen Informations- und Öffentlichkeitsarbeit (z. B. Vereine, Verbände, freie Bildungsträger) bis zu 2.500 € bei der Durchführung von Projekten und Veranstaltungen zu aktuellen europäischen Themen, insbesondere im Rahmen der jährlich stattfindenden Europawoche, finanzielle Unterstützung.

Mit der Förderung der grenzübergreifenden Zusammenarbeit in den Euroregionen verfolgt der Freistaat Sachsen das Ziel, Kontakte der Euroregionen zu den Nachbargemeinden im Grenzraum zu Polen und zur Tschechischen Republik, die nicht über EU-Mittel gefördert werden können, zu pflegen und zu intensivieren. Antragsteller werden durch den Freistaat Sachsen mit bis zu 2.500 € unterstützt. 

Seit 2001 werden auch Projekte der interregionalen Zusammenarbeit gefördert. Damit möchte der Freistaat Sachsen den zunehmenden Aufgaben, die sich aus der Erweiterung der Europäischen Union, den Partnerschaftsbeziehungen mit Ländern und Regionen sowie hinsichtlich der Entwicklungszusammenarbeit ergeben, Rechnung tragen. Bis zu 5.000 € kann hier ein Antragsteller für sein Projekt entgegennehmen.