Sachsen: Gesundheitsausgaben stiegen 2009 auf 13,9 Milliarden Euro

Die Ausgaben für die Gesundheit lagen in Sachsen nach ersten Berechnungen des Statistischen Landesamtes im Jahr 2009 bei insgesamt 13,9 Milliarden Euro. Das waren 3,7 Prozent mehr als im Jahr 2008. +++

Dieser Anstieg liegt unter den Wachstumsraten der Vorjahre. 2008 stiegen die Gesundheitsausgaben noch um 5,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr, 2007 wurde sogar ein Anstieg von 8,8 Prozent gegenüber 2006 errechnet.

Mit 3.328 Euro lagen die Gesundheitsausgaben je Einwohner 2009 nur noch 2,1 Prozent unter dem Bundesdurchschnitt, 2006 waren es mit 2.752 Euro noch 7,9 Prozent.

Unterschiede zum Bund gab es auch bei den Anteilen der einzelnen Ausgabenträger an den Kosten. So wurde für die gesetzliche Krankenversicherung und die soziale Pflegeversicherung in Sachsen einen höherer Anteil ausgewiesen als für die private Krankenversicherung, die privaten Haushalte und privaten Organisationen ohne Erwerbszweck, teilte das Statistische Landesamt Sachsen mit.

Größter Ausgabenträger im Gesundheitswesen Sachsens war im Jahr 2009 die gesetzliche Krankenversicherung. Auf sie fielen mit 9,1 Milliarden Euro knapp zwei Drittel der gesamten Gesundheitsausgaben. Den stärksten prozentualen Zuwachs aller Ausgabenträger verzeichnete die private Krankenversicherung. Deren Ausgaben erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 6,7 Prozent auf 665 Millionen Euro.

Die Gesundheitsausgaben entsprachen 2009 15 Prozent des Bruttoinlandsproduktes. Im Vorjahr lag dieser Wert noch bei gut 14 Prozent. Der hohe Anstieg ist neben dem starken Wachstum der Gesundheitsausgaben auch auf den Einbruch der Wirtschaftsleistung im Jahr 2009 zurückzuführen. Gesundheitsausgaben in Sachsen stiegen 2009 auf 13,9 Milliarden Euro.

Quelle: Statistisches Landesamt Sachsen