Sachsen hat vierthöchste Armutsgefährdungsquote Deutschlands

Der Paritätische Gesamtverband stellt den „Bericht zur regionalen Armutsentwicklung in Deutschland 2011“ vor. Sachsen belegt im Ländervergleich bei der Armutsgefährdungsquote die hinteren Plätze. +++

Die Armutsgefährdungsquote liegt mit 19,4% (2010) um 5% höher als der bundesdeutsche Durchschnitt. Im Ranking der Bundesländer landet der Freistatt damit auf Platz 13, eine Verschlechterung um drei Plätze seit 2005. Grafik

Sowohl die Staatsregierung als auch die Regierungskoalition müssen sich endlich des Themas annehmen. „Die schwarz-gelbe Koalition im Sächsischen Landtag muss dieses Signal zum Anlass nehmen und den kommenden Doppelhaushalt unter der Perspektive der Armutsbekämpfung prüfen“, sagte Birgitta Müller-Brandeck, stellvertretende Landesgeschäftsführerin des PARITÄTISCHEN Wohlfahrtsverbandes Sachsen.

Demgegenüber verzeichnet der Freistaat für den gleichen Bemessungszeitraum eine Verdopplung der Einkommensmillionäre. 

Handlungsbedarf besteht aus Sicht des PARITÄTISCHEN Sachsen insbesondere bei der Schaffung von Perspektiven für junge Menschen. Der weitere Rückbau der Strukturen sozialer Arbeit ist daher der falsche Schritt.

Ein ähnliches Bild zeigt sich beim Blick auf die SGB-II-Quote. Hier ist der Freistaat mit 14,4% (2011) um 4,6% über dem Bundesdeutschen Durchschnitt und im Länderranking nur auf Platz 12 zu finden. Grafik

Quelle:  DER PARITÄTISCHE SACHSEN

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