Sachsen ist wichtig für Wettbewerbsfähigkeit der EU

Sachsens Wirtschaftsminister Sven Morlok eröffnet am Mittwoch in Brüssel eine Podiumsdiskussion zur Zukunft der Europäischen Industriepolitik. Morlok: ‚Sachsen ist wichtigster Standort für Mikro- und Nanoelektronik in Europa. +++

Hinter dem Titel „Industrielle Wettbewerbsfähigkeit der EU – Herausforderungen und Instrumente am Beispiel der Key Enabling Technology (KET) Mikro- und Nanoelektronik“ verbirgt sich nicht weniger als eine der zentralen Fragen der Wettbewerbsfähigkeit Europas in der Welt.

„Sachsen spielt eine wichtige Rolle beim Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit der Europäischen Union“, so Morlok. „Für die Schlüsseltechnologien sind die Mikro- und Nanoelektronik, einschließlich der Halbleitertechnologie, zentrale Innovationstreiber. Wir brauchen ein klares Bekenntnis Europas, sich dem weltweiten Wettbewerb um Schlüsseltechnologien zu stellen. Davon wird der Hochtechnologiestandort Sachsen profitieren.“ Sachsen sei der wichtigste Standort für Mikro- und Nanoelektronik in Europa. In rund 1.500 Unternehmen arbeiten schätzungsweise 35.000 Beschäftigte und erforschen u.a. neue Materialien, organische Elektronik oder Nanotechnologie.

Die Europäische Kommission hat mit der „Europa 2020“-Strategie ehrgeizige Ziele formuliert, die sie mit sieben Flaggschiff-Initiativen erreichen will. Dazu zählt auch die Initiative „Eine Industriepolitik für das Zeitalter der Globalisierung“. Demnach sind bestimmte Technologien in ihrer gesamten Wertschöpfungskette für die Wettbewerbsfähigkeit Europas unverzichtbar, weil sie entscheidend dazu beitragen, eine industrielle Basis und damit Beschäftigung in Europa zu ermöglichen.

„Wir müssen uns weltweit messen lassen“, betonte Morlok. Deshalb sei die Strategie der EU-Kommission von großer Bedeutung für Europa und Sachsen. „Wir Europäer müssen uns aber auch zu Wissenschaft und Industrie bekennen. Unser zukünftiger Wohlstand lässt sich nicht auf Äckern und in Bergwerken sichern. Das schaffen wir nur mit unseren Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Handelsplätzen und Industrien.“

Quelle: Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr

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