Sachsen legt 100-Bauwerke-Programm auf

Das Programm stellt die Instandsetzung und Erneuerung von insgesamt einhundert Bauwerken im Zuge sächsischer Staatsstraßen in den Fokus. Das besondere Augenmerk liegt auf den Zustand der Brücken. +++

„An erster Stelle steht natürlich die Verkehrssicherheit. Daher sollen bauliche Maßnahmen ergriffen werden, die der dauerhaften Verbesserung der Bausubstanz und der Verkehrssicherheit dienen“, so Verkehrsminister Sven Morlok.

Vor allem in den Kreisen Erzgebirge, Mittelsachsen, Sächsische Schweiz-Osterzgebirge und Bautzen wird das Programm wesentlich dazu beitragen, die Nutzungsfähigkeit der Bauwerke weiter zu sichern. Beispielhaft seien hier folgende Bauwerke genannt:

• S 95 Gewölbe-/Bogenbrücke in Radeberg
• S 285 Plattenbrücke bei Groß Särchen
• S 171 Stützbauwerk in Königstein
• S 209 Gewölbebrücke über die Freiberger Mulde in Mulda
• S 161 Bogenbrücke in Stürza
• S 211 Plattenbrücke über die Flöha in Cämmerswalde

Nahezu alle Bauwerke des Programms befinden sich an Gewässern, überall wird Naturraum berührt und in einigen Fällen stehen Grunderwerbsfragen an. Die Herstellung des Baurechts über das notwendige öffentliche Planfeststellungsverfahren wird voraussichtlich einige Zeit in Anspruch nehmen. Nach einer ersten Kostenschätzung gehen wir davon aus, dass insgesamt circa 16,5 Millionen Euro Baukosten entstehen werden. Die dafür notwendigen Planungskosten einschließlich der notwendigen Materialuntersuchungen betragen weitere circa 3,3 Millionen Euro. Ziel ist es, mit den ersten Instandsetzungsarbeiten in 2014 zu beginnen. Bis 2018 soll die überwiegende Zahl der Bautätigkeiten im Rahmen des Programms „100 Bauwerke“ abgeschlossen sein.

Durch die geplanten Maßnahmen werden zusätzliche Leistungen auf den Markt gebracht. Gerade für mittelständige sächsische Ingenieurbüros ergeben sich daraus attraktive Angebote für Planungsleistungen und Bauleitung. Das Programm „100 Bauwerke“ wird unter der Regie des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr durch die LISt Gesellschaft für Verkehrswesen und ingenieurtechnische Dienstleistungen mbH, einer 100 prozentigen Tochter des Freistaates Sachsen, durchgeführt.

Quelle: SMWA