Sachsen lehnt Trittins Radon-Gesetz ab

Sachsens Umwelt- und Landwirtschaftsminister Steffen Flath hat den Entwurf des Radonschutzgesetzes aus dem Bundesumweltministerium zurückgewiesen.

Wer Heilbäder und Kurorte als Radonverdachtsgebiet stigmatisiere, habe den Blick für das umwelt- und gesundheitspolitisch Notwendige und Machbare verloren, so Flath. Wenn das Radon-Gesetz in der bisher vorgelegten Form komme, bedeute das den Niedergang der betroffenen Regionen, so Flath weiter. Flath bezifferte die Sanierungskosten allein für Sachsen auf bis zu 800 Millionen Euro. Bundesumweltminister Jürgen Trittin plant ein Radonschutzgesetz, wonach Häuser ab einer Radonkonzentration von 100 Bequerel pro Kubikmeter Raumlauft saniert werden müssen. Zudem sollen die Bundesländer unter anderem Radonverdachtsgebiete ausweisen, in denen eine Untersuchungs- und Sanierungspflicht besteht. Von den Regelungen des Bundesumweltministeriums wären etwa dreiviertel der Fläche des Freistaates betroffen, darunter auch Kurorte und Heilbäder wie etwa Bad Schlema, Bad Brambach und Bad Elster.