Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen bei Organspendebereitschaft deutschlandweit vorn

Die Region Ost ist bereit – bereit zu spenden. Mit 19,1 Spendern pro 1 Million Einwohner nehmen die Bundesländer Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen als Region Ost die führende Position im Bundesdurchschnitt ein. +++

Wie die sächsische Landesärztekammer mitteilte, lag die Zahl der Organspender im Jahr 2011 bei 18,6 Spendern pro 1 Million Einwohner – 77 Sachsen spendeten nach dem Tod ihre Organe.

Insgesamt wurden in Sachsen 247 Organe gespendet. Auffällig ist dabei, dass in der Bilanz mehr Nieren gespendet (131) als transplantiert (84) wurden. Dagegen wurden mehr Lebern transplantiert (97) als gespendet (60). Bei der Transplantation von Herz, Lunge und Pankreas ist dieses Verhältnis fast ausgeglichen.

In der Region Ost hat sich die Zahl der Organspender und damit auch die Zahl der gespendeten Organe von 2010 auf 2011 erhöht: 2010 spendeten 155 Menschen postmortal 468 Organe, während im letzten Jahr 166 Verstorbene 488 Organe spendeten.

Eine beunruhigende Entwicklung hat die Organspendebereitschaft in allen anderen deutschen Regionen im vergangenen Jahr genommen. Die Zahl der Spender war dort rückläufig. 1.200 Menschen haben nach dem Tod ihre Organe gespendet, 96 Spender weniger als 2010.

„Das erst am letzten Freitag im deutschen Bundestag beschlossene neue Gesetz zur Organspende soll in den nächsten Jahren für eine Erhöhung der Organspendebereitschaft sorgen, denn immer noch sind die Wartelisten viel zu lang.“, so Knut Köhler von der sächsischen Landesärztekammer telefonisch gegenüber LEIPZIG FERNSEHEN.

In Deutschland warten aktuell nahezu 12.000 schwer kranke Menschen auf ein Spenderorgan. Mit Hilfe des neuen Organspende-Gesetzes werden unter anderem die Menschen künftig regelmäßig von den Krankenkassen aufgefordert, ihre Entscheidung zum Thema Organspende zu dokumentieren.

„Auf der Homepage der Deutschen Stiftung Organtransplantation, kurz DSO, kann man sich weiter über das Thema Organspende informieren und auch Organspendeausweise können dort zum Ausfüllen herunterladen werden.“, teilte Knut Köhler weiter mit.

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