Sachsen schläft gut, doch Leipzig nicht

 Leipzig - Die Sachsen haben bundesweit den zweitbesten Schlaf. Das ergab der Barmer Gesundheitsreport 2019, der am Donnerstag vorgestellt wurde. Demnach liegt der Anteil von Beschäftigten mit diagnostizierten Schlafstörungen im Freistaat bei 2,76 %. Bundesweit sind es 3,82 %, wie Landesgeschäftsführer Dr. Fabian Magerl weiß. Doch die Dunkelziffer der Schlafstörungen dürfte dabei noch höher liegen.
In einer Befragung der Barmer zur Schlafgesundheit gaben 37 % der Sachsen zwischen 15 und 74 Jahren an, nicht ausreichend lange zu schlafen.
Tatsächlich sind Schlafstörungen in Sachsens Großstädten häufiger als auf dem Land. So sind von 1.000 Beschäftigten in Leipzig 29 dabei mit diagnostizierten Schlafstörungen. Im Erzgebirgskreis und anderen kleinen Städten liegt die Zahl nur bei knapp für 20.
 
Regelmäßige Bettgehzeiten, Kein Alkohol, Kein Mittagsschlaf und vor allem sollte man die Nächtliche Zeitregistrierung vermeiden, empfiehlt der Arzt und Leiter des Neurologischen Schlaflabors am Uniklinikum Dresden Dr. Moritz Brandt.
 
 

Gerade auch das Nachdenken und der unbedingte Wille einzuschlafen ist oft ein großer Hemmungsfaktor. Dennoch gilt: Jeder Schlaf ist individuell und somit auch die Ursachen von Schlafstörungen. In Schlaflaboren lassen sich viele Ursachen gut behandeln, so Dr. Moritz Brandt.