Sachsen: Schlecker-Frauen können keine Erzieherinnen werden

Es war eine bittere Pille für die rund 25.000 Angestellte, zumeist Frauen, als die Drogeriemarktkette Schlecker insolvent ging und sie ihre Jobs verloren.

Um zumindest einen Teil von ihnen wieder in Arbeit zu bringen, hatte Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen eine Idee. So könne doch, wer wolle umschulen, zum Beispiel zur Erzieherin im Kita-Bereich.

Der Bedarf wäre groß, nicht zuletzt auch durch die neue Regelung ab 2013, dann nämlich hat jede Familie Anspruch auf einen Kindergartenplatz.

Der Bedarf ist aber in jedem Bundesland auch verschieden, mindestens ebenso, wie die Regelung für die Ausbildung beziehungsweise Umschulung zum Erzieher. Und hier in Sachsen gibt es einen großen Haken.

Interview: Michaela Barthel – Agentur für Arbeit Chemnitz

So einfach ist es also doch nicht, in den Beruf des staatlich anerkannten Erziehers zu wechseln.

Und selbst wenn, wäre da noch ein wichtiger, wenn nicht sogar der wichtigste Fakt.

Interview: Michaela Barthel – Agentur für Arbeit Chemnitz

Nicht zu vergessen ist dabei auch der Fakt, das es jedes Jahr erneut auch Schulabgänger gibt, die den Beruf des Erziehers ergreifen möchten und somit einen Teil des Bedarfes decken.

Interview: Michaela Barthel – Agentur für Arbeit Chemnitz

Hier wäre also erst einmal die Politik gefragt, eine neue Regelung für die Umschulung zum Erzieher in Sachsen aufzustellen.

Ob jedoch eine Verkürzung der Umschulung sinnvoll ist, ist fraglich, denn letztendlich geht es nicht nur um neue Jobs sondern vor allem um eine qualifizierte Betreuung der Kinder.