Sachsen sparen weniger und geben mehr aus

In Sachsen gab es in den vergangenen Jahren einen Zuwachs bei den privaten Konsumausgaben um 3,1 Prozent je Einwohner. Gleichzeitig ging der Sparbetrag in Sachsen um 6,6 Prozent zurück. +++

Im Jahr 2011 hat jeder Einwohner in Sachsen durchschnittlich 16 017 € für den privaten Konsum ausgegeben, das waren 484 € bzw. 3,1 Prozent mehr als 2010. Außerdem wurden von dem pro Kopf im gesamten Jahr verfügbaren Einkommen 7,8 Prozent bzw. 1 348 € pro Person gespart.

Dieser Sparbetrag verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um 96 € bzw. 6,6 Prozent. Dies war nach dem Jahr 2000 der größte Rückgang des Pro-Kopf-Betrages beim Sparen in Sachsen. Nicht ganz so groß war der Rückgang im Krisenjahr 2009, während es im Jahr 2010 einen Zugang um zwei Prozent im Vorjahresvergleich gegeben hatte.

Deutschlandweit erreichten die privaten Konsumausgaben 18 191 € je Einwohner, 3,8 Prozent mehr als 2010. Das aktuelle sächsische Ergebnis entsprach 88 Prozent des gesamtdeutschen Niveaus. Für die alten Länder ohne Berlin lag der Pro-Kopf-Wert bei 18 806 € und damit reichlich 3 000 € über dem Ergebnis für die fünf neuen Länder. 2011 wurden im gesamtdeutschen Maßstab 2 110 € je Einwohner gespart, 1,3 Prozent weniger als im Vorjahr.

Dabei überstieg der Pro-Kopf-Sparbetrag in den alten Ländern den in den neuen Ländern (jeweils ohne Berlin) um 845 €. Insgesamt betrugen die Konsumausgaben im Jahr 2011 in Sachsen 66,3 Milliarden € in jeweiligen Preisen, 2,7 Prozent mehr als 2010.

Das Sparen belief sich auf 5,6 Milliarden € und damit sieben Prozent weniger als 2010. Der Anteil Sachsens an den deutschen Konsumausgaben blieb seit dem Jahr 2008 stabil bei 4,5 Prozent, beim Sparen sank er auf 3,2 Prozent.

Die ab dem Jahr 1991 vergleichbaren Daten wurden vom Arbeitskreis „Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder“, dem alle Statistischen Landesämter angehören, im Ergebnis der Revision 2011 ermittelt.

Quelle: Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen