Sachsen stärkt ländlichen Raum – „Dorfläden“ als Chance

Mittlerweile müssen Menschen, die in ländlichen Gegenden wohnen selbst für kleinere Besorgungen in die nächste Stadt fahren. Das will das Landwirtschaftsministerium im Freistaat nun ändern. Das Zauberwort heißt dabei „Dorfladen“. +++

„Die Menschen in den Dörfern wünschen sich eine Grundausstattung auch mit Versorgungseinrichtungen. Wenn sie schon für die einfachsten Besorgungen in die nächste große Stadt fahren müssen, verliert der ländliche Raum einen Teil seiner Lebensqualität. Das gilt selbstverständlich auch für Waren des täglichen Bedarfs.“, so Landwirtschaftsminister Frank Kupfer.

Das Konzept eines „Dorfladens“ soll dem Problem entgegenwirken: „Wir haben in Sachsen gute Beispiele. In Falkenau bei Flöha und in Bad Schlema im Erzgebirge arbeiten genossenschaftlich geführte Dorfläden mit großem Erfolg. Gerade genossenschaftliche Lösungen führen zu Kundenbindung, können die Versorgung sichern und stärken gleichzeitig die dörfliche Gemeinschaft.“, so Kupfer weiter.

Auch die nun geschlossenen Schlecker-Märkte haben in der Vergangenheit eine wichtige Versorgungsfunktion auf dem Land übernommen. „Die Insolvenz hinterlässt daher eine Lücke gerade im ländlichen Raum. Sie bietet uns aber auch die Chance, mit qualifizierten, erfahrenen und hoch motivierten Arbeitskräften neue Versorgungsmöglichkeiten zu schaffen, regionalen Erzeugern zusätzliche  Absatzmöglichkeiten zu erschließen und die Versorgung im ländlichen Raum zu verbessern.“, erläuterte der Minister abschließend.