Sachsen startet mit Lehrermangel ins neue Schuljahr

Dresden - Die Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Ursula-Marlen Kruse sieht dringenden Handlungsbedarf in Sachen Bildungspolitik. Der Lehrermangel an Sachsens Schulen macht ihr zunehmend Angst. 

"Steigende Schülerzahlen in Sachsens Klassen und zu wenige Lehrer", heißt das Fazit von Bildungsexpertin Ursula-Marlen Kruse. Am Mittwoch wurde das offizielle Statement abgegeben, eine Woche vor Schulbeginn nach den Sommerferien. Besonders Oberschulen haben zunehmend mit dem Mangel an Lehrpersonal zu kämpfen. Wenig attraktive Vergütung und steigende Anforderungen an den Lehrerberuf lassen weniger Studenten das Fach Lehramt wählen. Besonders im ländlichen Raum fällt der Unterricht teilweise komplett aus - Grund ist der Mangel an Lehrpersonal. Auch Landesschülersprecher Noah Wehn äußerte sich am Mittwoch zum Problemthema. Er betont aber auch, dass bereits engagierte Lehrer mehr Entlastung und bessere Weiterbildungsmöglichkeiten erhalten sollten. Gespannt fiebert der 18-Jährige dem Ausgang der Landtagswahl am 1. September entgegen.