Sachsen startet Unterbringung von Asylbewerbern in Kamenz und Meißen

Unsere Kollegen von Meißen Fernsehen zeigen die aktuelle Situation in Meißen. Sie sind am Freitag bei der Ankunft der ersten Asylsuchenden in dem umfunktionierten Polizeiobjekt in Meißen dabeigewesen. Video unter www.dresden-fernsehen.de. +++

Für die Erstaufnahme von Flüchtlingen hat der Freistaat Sachsen zwei weitere Notunterkünfte eingerichtet. In Kamenz eine Turnhalle und in Meißen ein Objekt, das von der Polizei genutzt wurde. Insgesamt mehr als 300 Asylbewerber sollen hier untergebracht werden.

Meldung der Landesdirektion Sachsen zu den Hintergründen:

Aufgrund des weiterhin außerordentlich hohen Zustroms von Asylbewerbern nach Sachsen sind die Kapazitäten der Erstaufnahmeeinrichtung vollständig ausgelastet. Dies betrifft die Erstaufnahmeeinrichtung Chemnitz, die Außenstellen Schneeberg und Görlitz sowie die zu diesem Zweck angemieteten Unterbringungskapazitäten. Zur Vermeidung von Obdachlosigkeit ist die Landesdirektion Sachsen daher gezwungen, so schnell wie möglich weitere Unterbringungsmöglichkeiten zu nutzen. Die unmittelbaren Anwohner wurden kurzfristig über die kurzfristige Belegung der Gebäude informiert. Dazu wurden Informationsblätter in die Briefkästen der umliegenden Häuser verteilt.
Die Landräte der beiden Landkreise und die Oberbürgermeister der Städte Kamenz und Meißen wurden am Mittwoch unterrichtet.

Seit Monatsbeginn hat der Freistaat Sachsen bereits über  1.600 Asylbewerber aufgenommen, im Januar 2015 waren es 1.640. Die Erstaufnahmeeinrichtung ist derzeit mit über 2.600 Asylbewerbern belegt. Die Erstaufnahmeeinrichtung des Freistaates Sachsen hat ihren Sitz in Chemnitz und verfügt über Außenstellen in Schneeberg und Görlitz. Dort werden alle in Sachsen ankommenden Asylbewerber zuerst untergebracht, bevor sie in die Landkreise und kreisfreien Städte verteilt werden.

Der Freistaat Sachsen errichtet für die Erstaufnahme von Asylbewerbern bis zum 3. Quartal 2017 in Dresden und Leipzig neue Objekte mit einer Kapazität von jeweils 700 Plätzen. Bereits Mitte 2015 wird in Leipzig ein Objekt mit einer Kapazität von rund 350 Plätzen in Betrieb genommen.Bei den temporär in Kamenz und Meißen unterzubringenden Asylsuchenden handelt es sich nicht um Personen, die bereits diesen beiden Landkreisen als untere Unterbringungsbehörde zugewiesen worden sind.

Quelle: Landesdirektion Sachsen