Sachsen stellt im laufenden Jahr 655 neue Lehrer ein

Das sächsische Bildungspaket wird in diesem Jahr um 23,5 Millionen erweitert. Der Großteil des Geldes wird für Neueinstellungen eingesetzt. Der Fokus liegt zunächst auf den Grund- und Förderschulen. +++

Mit dem Amtsantritt von Staatsministerin Brunhild Kurth wurde ein „Kassensturz“ zu den Datengrundlagen vorgenommen. Dadurch wurden bisher nicht offen gelegte Fakten bekannt, die eine Anpassung des Bildungspaketes in Bezug auf das kommende Schuljahr notwendig machen.

Das Kabinett hat heute auf Vorschlag von Kultusministerin Brunhild Kurth und Finanzminister Georg Unland Maßnahmen zur Sicherstellung des Schuljahresbeginns 2012/2013 beschlossen. Dazu wird im Jahr 2012 das Bildungspaket um 23,5 Millionen erweitert. Der Großteil des Geldes wird für Neueinstellungen eingesetzt.

„Wir haben den Status quo im Schulbereich ermittelt und konzentrieren jetzt unsere ganze Kraft auf die Vorbereitung des neuen Schuljahres“, erklärte Kultusministerin Kurth. „Mein Kollege Finanzminister Unland und ich sind uns einig, dass aufgrund der neuen Faktenlage für das neue Schuljahr mehr Lehrer als bisher geplant eingestellt werden müssen. Wir haben den ersten Schritt getan und das nächste Schuljahr gesichert.“

Dies kann durch drei Schwerpunkte gewährleistet werden:

1. Mehr Einstellungen.
2. Honorarmittel statt Lehrer für Ganztagesangebote (GTA).
3. Lehrer aus der Verwaltung zurück in die Klasse.
4. Programm „Unterrichtsgarantie“.

Kultusministerin Kurth: „Wir werden mehr junge Lehrer einstellen. Statt 400 werden es 655 sein und damit mehr als in all den letzten Jahren. Wir brauchen diese Lehrerinnen und Lehrer hauptsächlich an Grund- und Förderschulen. Deshalb wollen wir schnell handeln, denn diese sind auch in anderen Bundesländern gefragt. Unser Wort gilt: Der Lehrerberuf hat Zukunft in Sachsen.“

Außerdem werden zusätzlich 290 Lehrer, die bisher für Ganztagsangebote (GTA) eingeplant waren, zurück in den Unterricht geholt und die Ganztagsangebote durch erhöhte Honorarmittel gewährleistet. Damit sichern wir den Unterricht ab, gleichzeitig wird auch die Eigenverantwortung der Schulen weiter erhöht und sie können sich noch stärker mit ihrer Region in den Bereichen Sport, Kultur und Wirtschaft vernetzen.

„Wir werden 66 Lehrer, die bisher in der Verwaltung tätig sind, zum Schuljahreswechsel wieder an die Schule bringen“, so Kurth weiter. „Insgesamt werden wir mit diesen Lösungen Lehrer im Umfang von 1.011 Stellen (VzÄ) für Unterricht und Qualität in Schule und Lehrerausbildung neu bereitstellen, 855 davon kommen direkt bei den Schülern im Unterricht an.“

Zur Verbesserung der Unterrichtsversorgung soll ein neues Programm „Unterrichtsgarantie“ in Eigenverantwortung der Schulen eingerichtet werden. Den Schulen vor Ort wird damit ermöglicht, schnell und flexibel auf Bedarfe aufgrund von Unterrichtsausfall zu reagieren. Dafür werden Honorarmittel in Höhe von einer Million Euro zur Verfügung gestellt.

Die Umsetzung ist bis zum Unterrichtsbeginn am 3. September 2012 geplant. Diese Woche fällt der Startschuss zum Einstellungsverfahren. Der Fokus liegt zunächst auf den Grund- und Förderschulen. Geworben wird für den Einsatz an diesen Schularten auch bei denen, die für eine andere Schulart (z. B. das Gymnasium) ausgebildet wurden. Die Umplanung der für Ganztagsangebote vorgesehenen Lehrer beginnt ab sofort.

Quelle: Sächsisches Staatsministerium für Kultus
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