Sachsen: Tourismusbranche auf Fachkräftenachwuchs angewiesen

Egal, ob Chemnitz, Dresden oder Leipzig – Sachsens Großstädte haben touristisch einiges zu bieten.

Auch, wenn man das als Einheimischer oft gar nicht mehr so registriert. Die Urlauber, die nach Sachsen kommen, tun es und kommen deshalb gern. Das beweisen die Ergebnisse des aktuellen Tourismusbarometers für den Freistaat.

Das Gondwanaland im Leipziger ZOO ist seit seiner Eröffnung vor gut einem Jahr Anlaufpunkt für tausende Touristen aus dem In-und Ausland. Damit steht es erfolgreich stellvertretend für all die touristischen Highlights und Sehenswürdigkeiten im Freistaat.

Am Freitag wurden hier im Konferenzbereich der größten Tropenhalle Europas die Ergebnisse des aktuellen Sparkassen- Tourismusbarometers für Sachsen präsentiert.

Und die stimmen entsprechend positiv. Denn vor allem immer mehr ausländische Gäste entdecken Sachsen als Tourismusziel. Die meisten Besucher zog es dabei auch im vergangenen Jahr nach Dresden und ins Erzgebirge sowie nach Leipzig, die Sächsische Schweiz und Chemnitz

Aber auch die mittleren Städte konnten bei den Übernachtungzahlen zulegen.

Interview: Friedrich-Wilhelm von Rauch – Ostdeutscher Sparkassenverband

Deutliche Besucherzuwächse sind in diesem Zusammenhang in den Kultur-und Freizeiteinrichtungen, wie zum Beispiel ZOOs und in der Ausflugsschiffahrt zu verzeichnen.

Nachholbedarf gibt es dagegen im Bereich der Rad-und Wanderangebote in Sachsen. Hier gibt es noch zu wenige zertifizierte Betriebe, so die Ergebnisse des Barometers

Erfreulich ist dafür die hohe Zufriedenheit der Gäste mit ihrem Aufenthalt im Freistaat.

Hier gilt es weiterhin auf Qualität zu setzen, um die Standards zu halten oder zu verbessern, denn nur zufriedene Kunden werden Stammkunden, so der Ostdeutsche Sparkassenverband.

Um diesem Punkt gerecht zu werden, ist die Tourismusbranche auch in Sachsen auf entsprechenden Fachkräftenachwuchs angewiesen.

Um den zu finden sollten „alte Pfade“ vielleicht auch mal verlassen und „Junge Kommunikationswege“ wie Online Jobportale oder Social Media mehr beansprucht werden, hieß es am Freitag.

Denn nur wenn Arbeitsplatz, soziales Umfeld und Vergütung stimmen, kann Fachkräftenachwuchs in Sachsen gehalten werden. Und nur wenn das gelingt, steht die Tourismusbranche auch künftig auf soliden und damit erfolgreichen Füßen.