Sachsen verdient zwei Erstligateams

Volleyball-Kooperationsvereinbarung zwischen Chemnitzer PSV und Dresdner SC 1898 unterzeichnet.

Am Montag unterzeichneten CPSV-Präsident Detlef Fritzsch und DSC-Präsidiumsmitglied Wolfgang Söllner auf der Pressekonferenz in Dresden den Kooperationsvertrages zwischen dem Chemnitzer Polizeisportverein e.V. und dem Bundesstützpunkt Dresden / Abteilung Volleyball des Dresdner Sportclub 1898 e.V. Der Abteilungsleiter der Dresdner Volleyballabteilung verwies zudem darauf, dass eine Stärkung der Zweitligavereine nötig sei, um das teilweise auftretende Leistungsgefälle zwischen erster und zweiter Bundesliga beheben zu können.

Ziel der Kooperation zwischen Chemnitz und Dresden sei es, den Volleyballstandort Sachsen zu stärken und weiter voranzubringen.

Durch eine noch engere Zusammenarbeit bei der Suche und Förderung von Volleyball-Talenten soll Spitzenvolleyball in Sachsen weiter gefördert werden.

CPSV-Präsident Detlef Fritzsch lobte die Erfolge, auf die beide Vertragspartner bereits jetzt zurückblicken können.

Für CPSV-Marketing GmbH Geschäftführer Dr. Stephan Franke seien drei Punkte ausschlaggebend für einen Aufstieg in Liga eins: Die Sportlerinnen, die finanzielle Situation und die Macher im Hintergrund, bei denen der Dresdner SC in Zukunft sicherlich hilfreich zur Seite stehen wird, um dem Chemnitzer Verantwortlichen nützliche Tipps zu geben.

Die im Vorfeld genannten Bedenken, dass junge CPSV-Talente aus der Bundesligamannschaft der Fighting Kangaroos nun den Weg nach Dresden einschlagen werden, erstickte Stützpunkttrainer Klaus Kaiser im Keim. Aus dem Chemnitzer Nachwuchs wechselt lediglich Kaderspielerin Ines Wilkerling in die Landeshauptstadt. Dafür werden aber aller Voraussicht nach Ulrike Gebhardt, Josefine Reum und Nora Ebert wieder nach Chemnitz zurückkehren. Zudem würden Spielerinnen, die nicht den Sprung in die Erstligamannschaft des Dresdner SC schaffen, ein Angebot unterbreitet, in einem sehr guten Zweitligateam spielen zu können.

Besonders hob Landestrainer Wolfgang Tronick dabei die Arbeit von CPSV-Trainerin Gerda Lermer hervor. Denn Volleyballerinnen, die den Sprung in den DVV-Kader schaffen, bringen dem jeweiligen Bundes- bzw. Talentestützpunkt bares Geld ein. Eine Zusammenarbeit fördere also auch den Nachwuchsbereich beider Vereine und bringt den Volleyball im Land Sachsen noch weiter voran.

Nach der bereits erfolgreichen Zusammenarbeit im Nachwuchsbereich kam es durch die Vertragsunterzeichnung zur logischen Weiterführung im Profibereich. Jetzt bleibt abzuwarten, wann Fans und Verantwortliche das erste Bundesligaderby zwischen Chemnitz und Dresden erleben werden.