Sachsen: Verkauf ehemals volkseigener Landwirtschaftsflächen rückläufig

2009 wurden im Freistaat 183 (ca. 11 Prozent weniger) preisbegünstigte Verkäufe nach dem Entschädigungs- und Ausgleichsleistungsgesetz (EALG) getätigt. Vor allem in den Direktionsbezirken Chemnitz (-28 Prozent) und Dresden (-14 Prozent) ließ das Interesse an ehemals volkseigenen Flächen nach. Allein im Raum Leipzig gab es eine leichte Zunahme von 11 Prozent.

Insgesamt wechselte eine Fläche von 8.126 Hektar, gut 20 Prozent mehr als 2008, zu einem Preis von rund 37 Millionen Euro den Besitzer, gab das Statistische Landesamt bekannt.

Folglich ergab sich auch ein höherer durchschnittlicher Kaufwert. Er betrug 4.583 Euro je Hektar. Für rein landwirtschaftliche Nutzflächen (FdlN), hierunter fielen ca. 96 Prozent der Gesamtfläche, zahlte man hingegen für den Hektar zwei Euro weniger.

In Folge der sehr guten Bodenqualitäten in den Landkreisen Leipziger Land (7.435 Euro/ha), Meißen (7.259 Euro/ha) sowie Nordsachsen (6.655 Euro/ha) erzielten Nutzflächen mit einer Ertragszahl über 60 die höchsten Preise. Besonders günstig war indes der Hektar im Erzgebirgskreis (2.461 Euro). Hier lag der Ertragswert allerdings auch unter 30.

Quelle: Statistisches Landesamt