Sachsen: Weltweit einzigartige Datenbank hilft erneut bei der Spendenverteilung

Das Programm ‚Phoenix‘ soll nach der Flut 2002 auch zur Bewältigung des Augusthochwassers 2010 eingesetzt werden und die Auszahlung privater Spenden an die Betroffenen zentral koordinieren. Alle Details unter www.dresden-fernsehen.de +++

Auf Bitten von Ministerpräsident Stanislaw Tillich haben sich am Freitag Vertreter von Hilfsorganisationen, Gemeinden und den kommunalen Spitzenverbänden getroffen, um die anstehenden Hilfsmaßnahmen zu koordinieren und abzustimmen. Zu dem Gespräch hatte die Staatskanzlei eingeladen. Ein Ergebnis der Sitzung ist die Wiedereinführung der Spenden-Datenbank „Phoenix“.

Ministerpräsident Tillich: „Der erfolgreiche Einsatz dieses weltweit einzigartigen Spendenmanagement-Systems hat sich 2002 bewährt und soll sich auch bei der Bewältigung des August-Hochwassers 2010 bewähren.“

PHOENIX ist das Programm zur Hilfe und Organisation eines Neuaufbaus im Katastrophenfall in Sachsen. Diese Datenbank soll nach der Jahrhundertflut 2002 ab Montag (16. August) auch zur Bewältigung des Augusthochwassers 2010 eingesetzt werden und die Auszahlung privater Spenden an die Betroffenen zentral koordinieren.

PHOENIX ermöglicht es, betroffene sächsische Haushalte mit ihren Schadensmeldungen zentral zu erfassen. „Ich appelliere an alle Wohlfahrtsorganisationen, Landkreise, Kommunen, Vereine und Verbände, die zu Spenden aufgerufen haben, sich an PHOENIX zu beteiligen“, sagte Ministerpräsident Tillich. „Diese Datenbank ermöglicht ein abgestimmtes, transparentes, gerechtes und gegenüber den Spendern und Hilfsbedürftigen ehrliches Spendenmanagement. Alleingänge müssen im Sinne aller Betroffenen, die auf Spenden angewiesen sind, vermieden und kanalisiert werden“, ergänzte Tillich.

Der jeweilige Mitarbeiter der Spendenorganisation oder der kommunalen Verwaltung erkennt mit Hilfe von PHOENIX sofort, ob ein Antrag an anderer Stelle schon einmal gestellt und welche finanzielle Hilfe bislang geleistet wurde. Eine Mehrfacherfassung von Daten wird überflüssig. Alle Empfänger haben zuvor eingewilligt, dass ihre personenbezogenen Angaben in der Datenbank geführt werden. Das Programm, das seit Ende August 2002 beim Deutschen Roten Kreuz (DRK) läuft, wurde in enger Absprache mit dem Sächsischen Datenschutzbeauftragten eingerichtet. Mit dieser Datenbasis kann zeitnah die tatsächliche Bedürftigkeit von Spendenempfängern überprüft und die Spendensumme übermittelt werden.

Im Zuge der Jahrhundertflut 2002 bearbeiteten 1100 verschiedene Spendenorganisationen, Kommunen und Landkreise zeitgleich rund 190.000 verschiedene Förder- und Spendenanliegen von etwa 82.000 Antragstellern.

Weitere Informationen sind unter http://spendenantrag.de erhältlich.

Quelle: Sächsische Staatskanzlei
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