Sachsen will Englisch-Kompetenzen verbessern

Die ostdeutschen Länder beraten eine Entwicklung länderübergreifender Unterstützungskonzepte für Englischlehrer. Noch sind die Englischkenntnisse im bundesweiten Vergleich schlechter. +++

Die ostdeutschen Kultus- und Bildungsstaatssekretäre haben gestern auf Einladung von Brandenburgs Bildungsminister Holger Rupprecht in Potsdam über Maßnahmen als Reaktion auf die im Juni veröffentlichten Schüler-Ergebnisse in Englisch beim Ländervergleich der Bildungsstandards diskutiert. So sollen zeitnah Unterstützungskonzeptionen zur Professionalisierung von Englisch-Lehrkräften entwickelt werden. Dazu soll es eine länderübergreifende Arbeitsgruppe geben, in der der Leiter der Ländervergleichsstudie, Prof. Dr. Olaf Köller, mitarbeiten wird.  

Die im Juni 2010 erstmals veröffentlichte Vergleichsstudie der Kultusministerkonferenz (KMK) und des Instituts zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) zu den Bildungsstandards in den 16 Bundesländern löst die bisherigen PISA-Ländervergleiche ab. Die Bildungsforscher des IQB untersuchten dazu im Mai 2009 bundesweit die Leistungen von 41.000 Neuntklässlern aller Schularten in den Fächern Deutsch, Englisch und Französisch. Sie mussten sich Anforderungen stellen, die bundesweit zum Erreichen des Mittleren Schulabschlusses nach der Jahrgangsstufe 10 erwartet werden. Die Überprüfung der Englisch-Bildungsstandards in Lesen und Zuhören hatte insbesondere auch für die ostdeutschen Länder Verbesserungsbedarf aufgezeigt.  

Der Bericht macht deutlich, dass die Englischleistungen der sächsischen Mittelschüler und Gymnasiasten unter dem deutschen Mittelwert liegen. Vor allem im Kompetenzbereich Hören bedarf es weiterer Anstrengungen. Betrachtet man die ostdeutschen Länder gesondert, schneidet Sachsen am besten ab.  

„Ohne gute Fremdsprachenkenntnisse geht es in einer globalisierten Welt nicht. Vor allem Englisch ist ausschlaggebend für einen erfolgreichen Berufsweg“, so der sächsische Staatssekretär Jürgen Staupe. „Mit der gemeinsamen Initiative der ostdeutschen Länder sind wir auf dem richtigen Weg. Die Arbeitsgruppe wird ein Konzept erstellen, wie wir unseren Englischlehrern die beste Fortbildung ermöglichen können.“ Es müsse das gemeinsame Ziel von Lehrern, Schülern und Eltern sein, hier einen deutlichen Schritt nach vorn zu machen.

Quelle: Sächsisches Staatsministerium Für Kultus Und Sport 

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