Sachsen will Halbleiter-Strategie beschleunigen

Brüssel/Sachsen - Mit dem europäischen "Chips Act" will die EU ihre Mitgliedsstaaten besser im globalen Halbleiter-Markt aufstellen. Sachsen will mit einer raschen Umsetzung seine Chancen verbessern.

© SF/Benedict Bartsch

"Im Silicon Saxony haben wir alles, was wir brauchen, um neu durchzustarten und Europa deutlich weniger abhängig von Chips aus anderen Teilen der Welt zu machen", betonte auch der Wissenschaftsminister Sebastian Gemkow (CDU). Ein leistungsfähiges Hochschulsystem und eine breite Forschungslandschaft seien dafür unverzichtbare Grundlagen. Die Herausforderungen indes würden mit der Zeit nur größer, je länger der Prozess sich hinziehe. Der sächsische Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) betonte, welche Bedeutung die Branche für Digitalisierung, Energiewende, Elektromobilität und Künstliche Intelligenz habe. Gerade kleinteilige internationale Lieferketten müssten überdacht werden. Erklärtes Ziel sei es, die europäische Wirtschaft unabhängiger von Importen zu machen. Hintergrund der erneuten Mahnung der sächsischen Minister war die Niederlage im Rennen um eine große Ansiedlung von US-Chiphersteller Intel. Diesem schien es in Sachsen an einer entsprechend großen Fläche gemangelt zu haben, nun entsteht die Fabrik in Magdeburg.

(mit dpa)