Sachsen will internationaler Taktgeber bei Industrie 4.0 werden

Ministerpräsident Stanislaw Tillich ist überzeugt: Der Freistaat soll Taktgeber beim Thema Industrie 4.0 sein. Bei einem Kongress in Dresden hat er mit 400 Gästen über Chancen und Herausforderungen zum industriellen Wandel im Zeitalter vernetzter Technologien diskutiert.

Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Forschung haben am Dienstag im Dresdner Kongresszentrum darüber diskutiert, wie sich Sachsen zum Thema Industrie 4.0 aufstellt.
Industrie 4.0 – das Schlagwort entwickelt sich immer mehr zu einem politischen Marketingbegriff in Sachsen. Dahinter verbirgt sich nichts anderes als die zunehmende Vernetzung und Kommunikation zwischen Mensch und Maschine bzw. sogar zwischen Maschinen vor allem auch durch das Internet.

Mit 400 Vertretern aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft hat Tillich über Forschung, Chancen und Herausforderungen zum vierten industriellen Wandel im Zeitalter zunehmend vernetzter Technologien diskutiert.

Sachsens Wirtschaft boomt. Über dem deutschen Durchschnitt liegt beispielsweise das Exportwachstum: Mit einem Warenwert von rund 38 Millionen Euro fuhren Unternehmen im Freistaat vergangenes Jahr so viele Waren wie noch nie aus

Um wirtschaftlich und technologisch weiterhin zu den Spitzenreitern zu gehören, fördert die sächsische Regierung technologierorientierte Unternehmensneugründungen. Der sogenannte Technologiegründerfond existiert seit 2008 und wurde Anfang März auf 124 Millionen Euro aufgestockt. Vor allem die Branchen Halbleiter- und Mikrosystemtechnik aber auch beispielsweise die Medizin- und Energietechnik sollen davon profitieren.

Bereits bei der industriellen Revolution des 19. Jahrhunderts war Sachsen einer der Pioniere und galt als Land der Erfinder und Ingenieure. Um diese Stellung auch bei der industriellen Revolution 4. einzunehmen, möchte die Staatsregierung mit der Konferenz Impulse aus Wirtschaft und Industrie aufnehmen.
Mittlerweile hat der Freistaat vor allem im Bereich der Mikroelektronik eine führende Rolle eingenommen. Sachsen ist zum größten europäischen Standort der Halbleiterindustrie avanciert.