Sachsen will per Gesetz Anerkennung ausländischer Abschlüsse erleichtern

Um dem drohenden Fachkräftemangel teilweise entgegenzuwirken, will die Landesregierung per Gesetz die Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse in Sachsen erleichtern. Ferner soll so auch zur Integration beigetragen werden, so das Kultusministerium. +++

Momentan werden Berufsabschlüsse von EU-Ländern anerkannt. Diese Regelung soll mit dem neuen Gesetz auf Drittländern, d.h. Nicht-EU-Staaten erweitert werden. Außerdem soll die Berufserfahrung bei der Anerkennung der Abschlüsse eine entscheidende Rolle spielen. Wer also lange in einem Fachposten gearbeitet hat, braucht im Einzelfall keine formale Qualifikation, um den Beruf auch in Sachsen auszuüben.

Außerdem soll das generelle Verfahren deutlich beschleunigt werden. So hat der Antragsteller nun drei Monate nach der Beantragung Anspruch auf Entscheidung. Sollte ein Abschluss übrigens anerkannt werden, so wird er durch das Gesetz länderübergreifend gültig. Ein in Sachsen genehmigter Auslandsabschluss gilt dann z.B. auch in Nordrhein-Westfalen.

„Es (das Gesetz, Anm. d. Red.) ist damit Ausdruck aktiver Einwanderungspolitik“, so Kultusministerin Brunhild Kurth am Montag. Nach Auswertung der Stellungnahmen aus der Anhörung wird das Kabinett voraussichtlich im April abschließend darüber befinden und das Gesetz anschließend dem Landtag zuleiten.