Sachsen will Umgang mit Fundtieren regeln

Kommunen sollen die Kosten für Verpflegung von Tieren in Tierheimen im ersten halben Jahr tragen. +++

FDP-FRAKTION IM SÄCHSISCHEN LANDTAGPRESSEMITTEILUNG

Eine Arbeitsgruppe der Koalitionsfraktionen von CDU und FDP im Landtag, dem Sächsischen Städte- und Gemeindetag, dem sächsischen Sozialministerium, der Landestierärztekammer und dem Landestierschutzverband haben sich auf eine gemeinsame Empfehlung zum Umgang mit Fundtieren verständigt. Danach haben Freistaat, Kommunen und Tierheime in Sachsen erstmals eine gemeinsame Arbeitsgrundlage zum Umgang mit Fundtieren. Bisher bestanden höchst unterschiedliche Regelung in den jeweiligen Kommunen.

Zur Einigung erklärt Tino Günther, stellvertretender Vorsitzender der FDP-Fraktion im Sächsischen Landtag: „Die zahlreichen Besuche in sächsischen Tierheimen haben gezeigt, dass es den Tierheimen in der Vergangenheit nicht nur an finanzieller Unterstützung gemangelt hat, sondern nach wie vor große Reserven in der Zusammenarbeit von Tierheimen und Kommunen liegen; vor allem, wenn es um die Finanzierung von Unterkunft und Pflege aufgefundener Tiere geht.

Nachdem sich die finanzielle Situation durch die Aufstockung der Mittel für Sachsens Tierheime im Doppelhaushalt 2011/2012 auf 400.000 Euro entscheidend verbessert hat, gibt es jetzt auch für den Umgang mit Fundtieren erstmals einheitliche Handlungsempfehlungen. Mit der Empfehlung, bei der Kostenübernahme für Unterbringung und Verpflegung der Fundtiere im ersten halben Jahr den Wünschen der Tierheime weitestgehend nachzukommen und die Kosten durch die Kommunen zu tragen, liegt ein gangbarer Kompromiss für alle Beteiligten auf dem Tisch. Die Arbeitsgruppe hat beschlossen, die Vereinbarung bei einem Folgetreffen im Juni 2012 zu evaluieren.

Quelle: FDP-Fraktion im Sächsischen Landtag

++
Immer aktuell informiert – mit dem DRESDEN FERNSEHEN Newsletter!

Dieser Beitrag ist leider noch nicht verfügbar