Sachsenduell bei der Kulturhauptstadtbewerbung

Chemnitz/Dresden – Jetzt steht es fest. Die Sächsische Landeshauptstadt bekommt in der Bewerbung als Kulturhauptstadt 2025 Konkurrenz aus Sachsen. Im Chemnitzer Stadtrat hat am Mittwoch eine große Mehrheit für einen entsprechenden Antrag der Verwaltung gestimmt.

Damit tritt die Stadt der Moderne gegen die Kunst und Kulturmetropole Dresden in ein Sächsisches Städteduell.Ende 2019 will Chemnitz seine Bewerbung einreichen. 1,2 Millionen Euro stehen dafür zur Verfügung. Mit den Themen Kultur, Natur und Wissenschaft will Elbflorenz vor der Jury punkten. Chemnitz möchte europaweit auf die Geschichte der Stadt angefangen vom „Sächsischen Manchester“ über die sozialistische Vorzeigestadt, den Strukturwandel der Wende- und Nachwendejahre bis zur Morgenstadt aufmerksam machen. Vom 21. bis 23. September hat Dresden die potentiellen deutschen Bewerberstädte zu einer „Konferenz der Konkurrenten“ eingeladen. Hier soll es einen offenen Schlagabtausch zwischen den Wettbewerbern geben.
2020 trifft eine Jury eine Vorauswahl und richtet Empfehlungen an die ausgewählten Bewerber. 2021, vier Jahre vor dem Veranstaltungsjahr, wird dann eine Endauswahl vorgenommen, über die das Europäische Parlament, der Rat, die Kommission und der Ausschuss der Regionen in Kenntnis gesetzt werden. Schließlich ernennt die Kommission anhand der Juryauswahl eine Stadt, die den Titel europäische Kulturhauptstadt 2025 trägt.