Sachsens Schüler bestehen Abitur mit Bravour

Dresden – Trotz veränderter Rahmenbedingungen sind die diesjährigen Abiturergebnisse gegenüber dem Vorjahr weitgehend stabil geblieben. So nahmen 10.148 der 10.401 zur Prüfung zugelassenen Abiturienten an allgemeinbildenden Gymnasien, Abendgymnasien und Kollegs erfolgreich an den Abiturprüfungen teil. Damit erlangten 97,65 Prozent der Abiturienten die Allgemeine Hochschulreife.

Im Vorjahr hatten 97,5 Prozent das Abitur bestanden. Auch die Durchschnittsnoten blieben fast stabil. Die Bilanz der Durchschnittsnoten auf den Abiturzeugnissen ergab einen diesjährigen Landesmittelwert von 2,24 (Vorjahr: 2,29). Sachsens Kultusministerin Brunhild Kurth zeigte sich darüber erfreut. „Die Ergebnisse zeigen, dass sächsische Abiturienten auf den bundesweiten Abituraufgabenpool gut vorbereitet waren. Dafür gebührt den Schülerinnen und Schülern Lob und den Lehrerinnen und Lehrern Dank für den guten Unterricht.“

Erstmals in der Geschichte des bundesdeutschen Abiturs konnten die Bundesländer in den schriftlichen Klausuren in Deutsch, Englisch, Französisch und Mathematik auf gleich schwere Aufgaben aus dem gemeinsamen Abituraufgabenpool der Länder beim IQB (Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen) zurückgreifen. Die Abiturnoten wurden zudem nach deutschlandweit einheitlichen Regeln berechnet, auf die sich die Kultusministerkonferenz verständigt hatte.

„Von einem identischen Abitur kann zwar keine Rede sein, aber auf dem Weg zu mehr Vergleichbarkeit und Chancengerechtigkeit beim Abitur in Deutschland sind wir in diesem Jahr einen deutlichen Schritt vorangekommen“, so Kultusministerin Brunhild Kurth.

Auch an anderer Stelle sorgte die Kultusministerin für mehr Gerechtigkeit beim Abitur. Damit sächsische Abiturienten im bundesweiten Vergleich keine Nachteile haben, hatte Kultusministerin Kurth bereits zum diesjährigen Abitur die Einbringungspflichten den im Sommer 2016 beschlossenen einheitlichen Vorgaben der Kultusministerkonferenz angepasst. Erstmals mussten sächsische Schülerinnen und Schüler lediglich 40 statt wie bisher 52 Kurshalbjahresergebnisse in die Gesamtqualifikation zum Abitur einbringen. In anderen Bundesländern wie etwa Bayern galten die jetzigen Regelungen der Kultusministerkonferenz schon längst.

Quelle: Sächsisches Staatsministerium für Kultus