Sachsens Bauern erhalten Geld für Öko-Maßnahmen

Alle sächsischen Landwirte, die sich dazu verpflichtet haben ihre Betriebe nach ökologischen Grundsätzen zu bewirtschaften, erhalten in den nächsten Tagen eine finanzielle Beihilfe. Die Fördermittel dienen der Deckung zusätzlicher Kosten und Aufwendungen, die bei der ökologischen Bewirtschaftungsweise entstehen.

So müssen die Bauern auf den Einsatz von chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmitteln verzichten und dürfen kein gentechnisch verändertes Futter sowie Saat- und Pflanzgut verwenden. Außerdem dient das Geld zum Ausgleich von Ertrags- und damit Einkommensverlusten. Insgesamt werden an rund 400 sächsische Ökobetriebe 7,15 Millionen Euro ausgezahlt. Die Mittel kommen zu 60 Prozent vom Bund und zu 40 Prozent vom Land.

Zudem erhalten 148 Antragsteller insgesamt rund 2,19 Millionen Euro für ihre erbrachten Maßnahmen zur Teichpflege und eine naturschutzgerechte Teichbewirtschaftung. Die Mittel werden zu 100 Prozent aus dem sächsischen Haushalt finanziert. „Mit diesen Zahlungen honorieren wir die umfangreichen zusätzlichen Leistungen, die unsere Landwirte tagtäglich für den Natur- und Umweltschutz in Sachsen erbringen“, betonte Agrarminister Frank Kupfer.

Auch die Ausgleichszulage für die Bewirtschaftung von etwa 240 000 Hektar benachteiligter Gebiete, die aufgrund einer geringen Bodenqualität oder ungünstigen Standortbedingungen weniger ertragreich sind, wird noch im Oktober ausgezahlt. Diese Zulage in Höhe von zusammen rund 16,5 Millionen Euro erhalten insgesamt 2 549 Landwirte in Sachsen. Die Beihilfe wird zu 80 Prozent von der EU und zu 20 Prozent vom Land finanziert.