Sachsens Bibliotheken vergrößern Onlineangebot

Sachsen will die Digitalisierung von Bibliotheksmaterial künftig mit jährlich 2,5 Millionen Euro vorantreiben. +++

Was sich früher in stundenlanger Recherchearbeit, endlosem Bücherwälzen in der Bibliothek und schweißtreibenden Bibliographiegestöber an Informationen auftreiben ließ, lässt sich heute bequem von zu Hause aus mit wenigen Klicks herausfinden.
Für Sachsen reicht das noch nicht. Um das Onlineangebot der Bibliotheken auszubauen und langfristig zu erhalten, geht der Freistaat jetzt so richtig in die Offensive. Mit jährlich 2,5 Millionen Euro wird ab dem 1. Januar 2015 für einen zunächst unbefristeten Zeitraum die digitale Förderung bezuschusst.

Interview mit Sabine von Schorlemer, Sächsische Wissenschaftsministerin (im Video)

Praktisch heißt das: In der Sächsischen Landes-und Universitätsbibliothek in Dresden arbeiten im Moment 11 Mitarbeiter im Schichtbetrieb nahezu rund um die Uhr. Fein säuberlich werden die ausgewählten Exponate in minutiöser Arbeit elektronisch erfasst.

Interview mit Thomas Bürger, Generaldirektor Sächsische Landes-und Universitätsbibliothek (SLUB) (im Video)

Um den Digitalisierungsprozess zu beschleunigen, soll die Mitarbeiterzahl mithilfe von Drittmittelgeldern in Zukunft noch aufgestockt werden. Dass auf lange Sicht die echten Dokumente von ihren digitalen Abbildern abgelöst werden, sei indes nicht zu erwarten.

Interview mit Sabine von Schorlemer, Sächsische Wissenschaftsministerin (im Video)

Auch die Digitalisierung der Bestände anderer regionaler Bibliotheken in Sachsen soll weiter vorangetrieben werden. Allerdings wird sich erst zeigen müssen, ob nicht gerade örtliche Spezialbibliotheken künftig um ihre Daseinsberechtigung kämpfen müssen.

Wenn deren exklusive Bestände frei von überall online zugänglich sind, könnte das einen Besuch vor Ort überflüssig machen.

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