Sachsens Bildungssystem ist gerecht UND leistungsstark

Im Chancenspiegel der Bertelsmann Stiftung erreicht Sachsen in den Bereichen Durchlässigkeit und Kompetenzförderung die Spitzenposition. Das heißt, die sächsische Bildung fördert die Starken und unterstützt die Schwachen gleichermaßen. +++

Der Chancenspiegel der Bertelsmann Stiftung liefert eine quantitative Bestandsaufnahme der deutschen Schulsysteme und beruft sich dabei auf Zahlen, die bis zum September 2011 erfasst wurden. Punkte werden vergeben in den Kategorien Durchlässigkeit, Kompetenzförderung, Integrationskraft und Zertifikatsvergabe.

Sachsen gehört in den Bereichen Durchlässigkeit und Kompetenzförderung zu den besten vier Bundesländern. Zwar ist die Chance auf gymnasiale Ausbildung für Kinder aus oberen sozialen Schichten auch im Freistaat 2,8 mal höher als für Kinder aus unteren Sozialschichten – doch im bundesweiten Durchschnitt ist diese Differenz wesentlich höher. Auch Schüler mit nicht idealen Voraussetzungen können also in Sachsen etwas erreichen.

Leistungsstark sind die sächsischen Schüler außerdem – das ist längst kein Geheimnis mehr. In getesteten Disziplinen wie der Lesekompetenz liegen die sächsischen Ergebnisse durchgängig weit über dem Bundesdurchschnitt.

Die Integrationskraft des sächsischen Schulsystems landet nur im Mittelfeld. 6,8 % aller Schüler werden im Freistaat gesondert in Förderschulen unterrichtet, bundesweit sind es nur 5,0 %.

Dringend aufzuholen gilt es im Bereich Zertifikatsvergabe. Sachsen gehört hier mit einer Schulabbrecher-Quote von 11,2% (Bundesdurchschnitt: 7,0%) zum unteren Viertel.

Im gesamtdeutschen Vergleich steht es aber gut um Sachsens Chancengleichheit. Nur das Saarland und Hamburg können ebenfalls Spitzenpositionen in gleich zwei Kategorien vorweisen.