Sachsens Europaminister setzt sich in Brüssel für eine EU-weite Bekämpfung der Produktpiraterie ein

Am Dienstagvormittag eröffnete Sachsens Europaminister Dr. Jürgen Martens im Europäischen Parlament in Brüssel gemeinsam mit dem Leipziger Europaabgeordneten Holger Krahmer die sächsische Wander-Ausstellung „Echt gefälscht“.

Die Ausstellung ist vom Verband der ostdeutschen Textilindustrie (vti) konzipiert worden und hat in Deutschland bereits mehr als 17.000 Besucher angezogen.

„Die Ausstellung macht auf einzigartige Weise erlebbar, was Produktfälschungen für Unternehmen und Verbraucher bedeuten“, sagt Holger Krahmer, der die Ausstellung ins Europäische Parlament geholt hat. „Denn Produktpiraterie ist ein grenzüberschreitendes Problem.“ Der geschätzte weltweite Schaden allein durch Software-Piraterie betrug 2009 mehr als 51 Milliarden US-Dollar.

Staatsminister Martens fordert aus diesem Grund, dass wirksame Maßnahmen auf EU-Ebene gegen Produktpiraterie ergriffen werden: „Es wird höchste Zeit, dass endlich überall in der EU konsequent gegen Fälschungen und Nachahmungen vorgegangen wird. Daher ist es sehr bedauerlich, dass der Vorschlag für eine entsprechende EU-Regelung seit 2006 keinerlei Fortschritte macht. Die EU-Kommission ist hier aufgerufen, eine moderne Beratungsgrundlage vorzulegen, um sicherzustellen, dass in der gesamten EU gleich hohe Standards bei der Bekämpfung von Produktpiraterie gelten.“ Gerade für Sachsen mit seinem hohen Innovationspotenzial sei – so Martens – ein derartiger effektiver EU-weiter Schutz „schlichtweg unverzichtbar“.