Sachsens Geschichte im Haus der Archäologie

Studien für andere Standorte verschwenden Steuermittel

Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig zur Idee der Landesregierung, die Darstellung der Geschichte Sachsens nicht wie geplant im Haus der Archäologie anzusiedeln, sondern das Japanische Palais in Dresden zu prüfen:

“Für mich als Chemnitzer Oberbürgermeisterin ist es völlig unverständlich, dass die gute und inzwischen konzeptionell untersetzte Idee des Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst – nämlich das Haus der Archäologie weiterzudenken und die Geschichte Sachsens in einem eigenen Ausstellungsbereich fortzuschreiben – jetzt dermaßen konterkariert werden soll.

Mit dem wieder eröffneten Albertinum und der Sanierung des Dresdner Schlosses war immer klar, dass in Dresden die Ausstellungsfläche deutlich wächst und im Japanischen Palais keine zusätzlichen musealen Nutzungen mehr möglich sein werden. Eine überflüssige Studie, die trotzdem für 375.000 Euro ein Nutzungskonzept entwickeln soll, bezahlt der sächsische Steuerzahler.

Ich bin wirklich sehr erstaunt, dass die Eröffnung des Hauses der Archäologie in Chemnitz aus finanziellen Gründen verschoben wird und gleichzeitig für eine solche Studie Mittel eingestellt werden. Ich erwarte vor allem von den Abgeordneten unserer Region, dass sie das beenden.”

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