Sachsens Industrieumsatz deutlich geschrumpft

Die 2.916 Betriebe des Verarbeitenden Gewerbes sowie des Bergbaus und der Gewinnung von Steinen und Erden Sachsens mit 20 und mehr Beschäftigten erwirtschafteten im Jahr 2009 einen Gesamtumsatz von gut 48,4 Milliarden €.

Mit einem Umsatzrückgang gegenüber 2008 von 15,2 Prozent traten die Auswirkungen der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise in der sächsischen Industrie unübersehbar zu Tage. Von Januar bis Dezember 2009 wurden Erzeugnisse und Leistungen im Wert von fast 8,7 Milliarden € weniger umgesetzt als im Jahr zuvor. Als besonders schwierig erwies sich das Geschäft mit ausländischen Abnehmern. Der Umfang der Exporte der sächsischen Industrie verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr um 18,6 Prozent deutlich. Für das Geschäft im Inland wurde ein Minus von 10,6 Prozent ermittelt.

Mit 234 986 Beschäftigten lag die Zahl der in sächsischen Industriebetrieben tätigen Personen Ende September 2009 um rund 13 000 Personen (5,2 Prozent) niedriger als vor Jahresfrist. Der über alle Branchen hinweg feststellbare Anpassungsprozess beim Personal wurde in seiner Intensität durch arbeitsmarktpolitische Maßnahmen (verlängerter Bezug von Kurzarbeitergeld) gedämpft und vollzog sich damit, anbetracht des erheblichen Rückgangs bei der Wirtschaftsleistung, im Betrachtungszeitraum eher moderat.